Ärztegehälter: LH Kaiser lädt Ärztevertreter zu gemeinsamer Arbeit für gemeinsame Lösung ein

LH Kaiser und LHStv.in Prettner: Ärzte können Gesetzesentwurf vorbegutachten und Vorschläge unter Maßgabe der 13,5 Mio. Euro einbringen - Weitere 2 Mio. Euro ab 2018 in Aussicht gestellt

Klagenfurt (OTS/LPD) - Zuversichtlich, dass es in der Diskussion um bessere Arbeitsplatzbedingungen inklusive Gehaltserhöhung für alle Ärzte in Kärntens Landeskrankenanstalten zu einer gemeinsamen Lösung kommt, zeigen sich heute, Freitag, Landeshauptmann und Personalreferent Peter Kaiser und Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner. Grund dafür sei zum einen das gestrige Gespräch, zu dem Kaiser Jungärztevertreter von sich aus spontan eingeladen hatte, sowie zahlreiche in den Verhandlungen durch die KABEG bereits außer Streit gestellte Vergünstigungen.

Kaiser kündigte gegenüber den Jungärzten an, ihnen den von ihm in Auftrag gegebenen Gesetzesentwurf nach Fertigstellung in den nächsten zwei Wochen noch vor Eingehen in die offizielle Begutachtungsphase zu einer Vorbegutachtung zur Verfügung zu stellen. "Damit haben die Ärzte die Möglichkeit, ihre Vorstellungen, insbesondere was die jetzige Forderung nach einer stärkeren Erhöhung der Einstiegsgehälter betrifft, auszuarbeiten und einfließen zu lassen", so Kaiser. Maßgabe dafür würden jene 13,5 Millionen Euro Gesamtvolumen bleiben, die dem von der Österreichischen Ärztekammer ausdrücklich gelobten steiermärkischen Modell entspreche. Dass an der Vergleichbarkeit des Kärntner Angebots und der Steiermark kein Zweifel bestehe, würde durch ein Attest der Wirtschaftsprüfungskanzlei Moore&Stephens bewiesen.

Der Landeshauptmann nutzte die Gelegenheit auch, um die Jungärzte detailliert über Verhandlungsverlauf und Inhalte zu informieren und konnte so den offensichtlich bestehenden Informationsbedarf der Jungärzte befriedigen. "Bedauerlicherweise wurden die Jungärzte offenbar über wichtige Inhalte nicht oder nur unzureichend informiert", stellt Kaiser fest. So macht er unter anderem deutlich, dass er schon zu Beginn der Verhandlungen genau den Vorschlag, Einstiegsgehälter für Jungärzte stärker zu erhöhen, gemacht habe, die Ärztekammer das aber stets abgelehnt und erst jetzt selbst zur Forderung gemacht habe. Kaiser wies die Jungärzte auch darauf hin, dass er von Anfang an die Einbindung der Ärzteschaft und damit auch die Einbindung der Jungärzte in die Verhandlungen angeregt habe.

Auch die in den Verhandlungen gegenüber den Ärztekammerfunktionären immer wieder festgehaltene Tatsache, dass die KABEG weitere zwei Millionen Euro durch Effizienzsteigerungen ab 2018 in das Gehaltssystem, insbesondere in das Gehalt der Jungärzte, fließen lassen will, wurde von den Jungärzten mit Erstaunen erfreut aufgenommen. Weiters sagte Kaiser den Jungärzten seine Unterstützung zu, was eine fairere Aufteilung der Sonderklassegebühren betrifft -hier wurde von der KABEG eine Erhöhung von 9 auf rund 18 Millionen Euro für alle Ärzte erreicht, damit auch auf die Jungärzte.

Kaiser und Prettner machen auch darauf aufmerksam, dass es KABEG-Vorstand Arnold Gabriel in den zwischenzeitlichen Verhandlungen gelungen sei, einige zentrale Forderungen der Ärzte bereits außer Streit zu stellen. Beispiele dafür sind die Abschaffung unbegrenzter Kettenverträge, die vertraglich garantierte Kündigungsmöglichkeit innerhalb von Befristungen, nur ein Dienstort laut Dienstvertrag, Kinderbetreuungsmöglichkeiten, Bildungskarenz, Wiedereinstellungszusage bei Schwangerschaft während Ausbildung, Abgeltung von Mehrstunden bei Teilzeit, elektronisch Fachliteratur-Bibliothek, Reduktion der Nachtdienste ab 50 Jahre, Erhöhung der Fortbildungstage, reservierte Parkplätze je nach lokalen Gegebenheiten, Sonderurlaub für Facharzt-Prüfungen uam.

"Unsere Hand ist und bleibt ausgestreckt. Wir wollen eine gemeinsame Lösung im Interesse der Patienten und der Ärzte", so Kaiser und Prettner.
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