APA-DeFacto-Politikerranking: Wer hat die Top-Medienpräsenz?

Wöchentlich im Politik-Channel von APA-OTS: die Top 20 der österreichischen Politikerinnen und Politiker - Voves, Faymann und Kurz aktuell vorne

Wien (OTS) - Ab sofort ist das aktuelle wöchentliche Präsenzranking heimischer Politikerinnen und Politiker auf http://www.ots.at/politikerranking kostenlos abrufbar. APA-DeFacto erstellt das Ranking aufgrund der Anzahl der Nennungen von Politikerinnen und Politikern in allen österreichischen Tageszeitungen im Verlauf der vergangenen Woche. Die aktuellen Daten zeigen, wer die mediale Bühne von 30.01. bis 05.02.2015 am stärksten nutzen konnte, wer zurückgefallen ist und wer sich gegenüber letzter Woche neu positionieren konnte.

Die stärkste Medienpräsenz verzeichnete in der vergangenen Woche der steirische Landeshauptmann Franz Voves (SPÖ). Kritik aus der eigenen Partei musste sich Voves bezüglich seiner Forderung nach Strafen bei "Integrationsunwilligkeit" gefallen lassen. Wiens Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) richtete an den steirischen Landeshauptmann die Worte: "Ein Sozialdemokrat hat zu reden wie ein Sozialdemokrat, und nicht wie die Pegida." Voves hatte ebenfalls die fehlende Integrationsdebatte innerhalb der SPÖ moniert. Gegenüber dem "Standard" sagte Voves daraufhin, es habe "für Politikinsider einen nachvollziehbaren Grund", dass Häupl seine Aussagen anders interpretiere als jene des burgenländischen Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ), der ebenfalls die rechtliche Ahndung von "Integrationsunwilligkeit" gefordert hatte. Damit spielte Voves auf seinen Rücktritt als SPÖ-Vizechef Ende 2013 und seine Abstinenz bei Bundesgremien-Sitzungen an.

Für mediale Aufregung sorgte Voves weiters mit einem Society-Auftritt bei der Opernredoute in Graz. Er lud ÖBB-Generaldirektor Christian Kern in seine Loge ein und posierte für ein gemeinsames Foto. In den Medien wurde der Auftritt als ein weiterer Schritt der Entfremdung zwischen Voves und SPÖ-Parteichef Werner Faymann gewertet. Christian Kern war in den letzten Wochen immer wieder als möglicher Faymann-Nachfolger im Gespräch.

Als Neueinsteiger der Woche positionierte sich der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) auf Platz 13. In der "Kleinen Zeitung" forderte Nagl vergangene Woche einen "Integrationspass", der Sozialleistungen für Migranten an absolvierte Fördermaßnahmen - etwa Deutschkurse, Arbeitsberatung und Gesellschaftskunde - binden soll. Nagl sprach von "Pflichten und Angeboten", die erfüllt werden müssen, so die betroffenen Migranten etwa die Bewilligung für eine geförderte Gemeindewohnung oder die Grazer "SocialCard" für Bedürftige erhalten wollen. Die Kontrolle des Passes soll ein sogenannter "Integrationslotse" übernehmen. Nagls Vorschlag wurde von den anderen Grazer Stadtparteien umgehend kommentiert: Vizebürgermeisterin Martina Schröck lehnte Nagls Idee ab, die "SozialCard" an einen solchen Pass zu koppeln. KPÖ-Chefin Elke Kahr sieht ein "Ablenkungsmanöver" im laufenden Wahlkampf. Laut den Grazer Grünen gelte es eher "Versäumnisse aufholen anstatt Menschen abzustempeln". Unterstützung für Nagl gab es jedoch von Landeshauptmann Franz Voves, der sich in seiner Forderungen in der Integrationsdebatte bestätigt fühlt. Über den Vorschlag zum "Integrationspass" hinausgehend richtete Nagl einen Appell an die Bundespolitik: "Menschen, die zu uns flüchten, sollen vom ersten Tag an arbeiten dürfen - das ist derzeit nicht der Fall. Wenn sich keiner um dich kümmert und du nur gestraft wirst, dann wirst du nie in der Gesellschaft ankommen."

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