Samariterbund eröffnet zwei neue Häuser für Flüchtlinge

Der Samariterbund gibt im Burgenland und in Salzburg Menschen aus Krisenregionen ein vorübergehendes Zuhause. Weitere Standorte sind geplant.

Wien (OTS) - Jahr für Jahr flüchten tausende Menschen aus den Krisenregionen der Welt. In Berndorf im Bundesland Salzburg haben 30 Flüchtlinge im Rahmen der Grundversorgung ein vorübergehendes Zuhause gefunden. "Dies ist der richtige Weg zur Erfüllung der Asylwerberquote in den Ländern. Gemeinsam mit lokalen Partnern, der Gemeinde Berndorf und dem Land Salzburg konnte dieses Projekt so erfolgreich anlaufen", sagt Reinhard Hundsmüller, Bundesgeschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs. Die Berndorferinnen und Berndorfer sind "unglaublich hilfsbereit, sie schenken Lebensmittel oder bieten Sprachkurse an."

Im Burgenland werden bis zu 40 Jugendliche untergebracht, die ohne ihre Eltern geflüchtet sind: Die minderjährigen Flüchtlinge werden im Rahmen der Grundversorgung im Gästehaus Storchenblick in Podersdorf ein vorübergehendes Zuhause finden. Mit dem neuen Standort in Podersdorf werden auch bis zu 20 neue Arbeitsplätze geschaffen. "Die jungen Flüchtlinge haben Dramatisches durchgemacht. Wir bieten ihnen einen möglichst guten Start in ein neues Leben durch fachliche Hilfe im Asylverfahren, Sprachkurse, einen nachvollziehbaren Alltag und Unterstützung rund um die Uhr", so Reinhard Hundsmüller weiter:
"Unsere Erfahrungen zeigen: Die Jugendlichen sind sehr motiviert und lernfreudig, aber ohne qualifizierte Ausbildung und ohne spätere Unterstützung beim Zugang zum Arbeitsmarkt und bei der Wohnungssuche wird ein Neustart in Österreich für sie sehr schwer."

"Für die Altersgruppe zwischen 14 und 18 Jahren gibt es in Österreich besonders wenig Unterbringungs- und Betreuungseinrichtungen; hier gibt es Handlungsbedarf. Zudem sind rasche Asylverfahren notwendig. Das ist nicht nur im Sinne der Flüchtlinge, sondern im Interesse unserer gesamten Gesellschaft", so Reinhard Hundsmüller. Der Samariterbund lehnt es ab, die Grundversorgung nach einer negativen Erstentscheidung zu streichen. Angesichts anhaltender humanitärer Krisen wie in Syrien werden die Themen Asyl und Integration weiterhin wichtig bleiben. "Wir führen bereits Gespräche mit Vertretern der Politik für einen weiteren Standort in Kärnten und mehrere im Burgenland", so Reinhard Hundsmüller abschließend.

Der Samariterbund hat mit dem "Haus Sidra" in Wien bereits gute Erfahrungen in der Arbeit mit 30 jungen Flüchtlingen gemacht:
Vormittags besuchen die Jugendlichen, die großteils aus Syrien kommen, entweder regulär die Schule oder einen Deutschkurs. Ein multiprofessionelles Team aus qualifizierten BetreuerInnen ist rund um die Uhr für die Minderjährigen da. Zu Mittag wird gemeinsam gegessen und abends gemeinsam gekocht. Am Nachmittag werden Freizeitprogramme angeboten. Im Haus Winkeläckerweg betreut der Samariterbund Wien im Auftrag des Fonds Soziales Wien weitere 150 AsylwerberInnen, darunter viele Familien.

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