Nachmittagsbetreuung ist Mangelware: AK pocht auf versprochenen Ausbau der Ganztagesschulen

Linz (OTS) - Februar ist Anmeldezeit an Hauptschulen, Neuen Mittelschulen und Gymnasien. Bei der Wahl der Schule stehen gerade berufstätige Eltern vor dem Problem: "Wohin mit meinem Kind am Nachmittag?" Denn nach wie vor gibt es für 10- bis 14-jährige Kinder zu wenig qualitätsvolle Betreuungsangebote. AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer fordert daher, dass der zugesagte Ausbau der Ganztagesschule endlich umgesetzt wird.

Tausende Schüler/-innen melden sich für das Schuljahr 2015/2016 in einer neuen Schule an. Die Frage ist nur, in welcher? Viele berufstätige Eltern sind auf Nachmittagsbetreuung für ihre Kinder angewiesen - entsprechende Angebote an Schulen sind aber nach wie vor mehr als dürftig. Unser Bundesland liegt deutlich unter dem Bundesschnitt.

Die Arbeiterkammer fordert vor allem mehr "echte" - also "verschränkte" - Ganztagesschulen, von denen es derzeit in ganz Oberösterreich nur 13 gibt (elf öffentliche Hauptschulen bzw. Neue Mittelschulen und zwei öffentliche Gymnasien). Die Vorteile dieser Schulform liegen auf der Hand: Lern- und Freizeitangebote wechseln über den Tag verteilt ab und sind aufeinander abgestimmt. Hausübungen und Lernaufgaben werden in der Schule erledigt. So werden die Kinder ganzheitlich gefördert: sowohl in ihrer schulischen, als auch in ihrer persönlichen und sozialen Entwicklung. Lernschwächere Kinder erhalten die professionelle Förderung, die sie brauchen, während jene Kinder, die sich schulisch leichter tun, den anderen helfen können. Die Eltern wiederum wissen ihre Kinder gut aufgehoben und sinnvoll betreut und sind in schulischen Fragen entlastet, weil diese Aufgaben während des Tages erledigt werden. Einige Vorzeigeschulen haben die verschränkte Schulform bereits umgesetzt und positiven Erfahrungen damit gemacht.

AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer: "Der Ausbau der echten Ganztagesschule ist im Regierungsübereinkommen festgelegt worden. Jetzt muss es zur Umsetzung kommen. Jede Familie, die für ihr Kind einen Platz an einer Ganztagesschule will, muss auch einen bekommen. An Schulen, in denen es mehr als eine Klasse pro Jahrgang gibt, soll zumindest eine Klasse in verschränkter Form ganztägig angeboten werden, außerdem müssen die Eltern über die pädagogischen Vorteile besser informiert werden."

Je mehr Eltern ihren Wunsch nach einer Ganztagesschule für ihre Kinder kundtun, desto eher wird der Bedarf auch erkannt und desto eher wird sich etwas bewegen. Die AK rät daher allen Familien, an den Info-Abenden in den Schulen, am Tag der offenen Tür oder bei der Schulanmeldung nach einer Nachmittagsbetreuung zu fragen und den eigenen Bedarf auch bekannt zu geben.

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