Neues Volksblatt: "Lebenszeichen" von Markus EBERT

Ausgabe vom 6. Februar 2014

Linz (OTS) - Man kann die Sache natürlich so sehen, wie Genosse Darabos oder auch der blaue Drauhauf Kickl: Dass nämlich eine Rücklaufquote von zwei Prozent nicht gerade eine breite Beteiligung sei.
Es gibt für das Unterfangen "Evolution Volkspartei" aber auch eine andere Sichtweise: Ideen und Vorschläge zu äußern und die daraus verdichteten Fragen zu beantworten, setzt Eigeninitiative voraus. Denn weder wurden in der ersten Evolutions-Phase die Anregungen vom Parteiboten abgeholt, noch war das Beantworten der 39 Fragenkomplexe eine Sache auf zwei Minuten. Kurz: Wer bisher mitgetan hat, hat sich mit dem Vorhaben bewusst auseinandergesetzt.
Dass die roten und blauen politischen Mitbewerber an einer differenzierten Betrachtung des ÖVP-Vorhabens nicht interessiert sind, leuchtet ein. Dass sich SPÖ und FPÖ aber aufraffen, es schlecht zu reden, beweist, dass der eingeschlagenen Weg so falsch nicht sein kann.
Immerhin wird er von einer Bundes-ÖVP beschritten, die im letzten dreiviertel Jahr aus einer stimmen- und stimmungsmäßigen Talsohle herausgekommen ist, die selbstbewusst Positionen einnimmt und vertritt - sprich, die in Darstellung und Wahrnehmung durchaus eine Evolution absolviert hat. Für eine Partei, deren Todesanzeige vor gar nicht allzu langer Zeit bereits auf einem Magazin-Cover prangte, ist das ganze jedenfalls ein erfreuliches Lebenszeichen.

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