Junge Industrie: Wird RH-Bericht einmal mehr ignoriert?

JI-Vorsitzende Niss: Gerade öffentlicher Dienst sollte bei Pensionen mit gutem Beispiel vorangehen - Brauchen endlich wirkliche Trendumkehr bei Pensionsantrittsalter

Wien (OTS) - "Gerade der öffentliche Dienst sollte beim Thema Pensionsantrittsalter mit gutem Beispiel vorangehen - leider ist das genaue Gegenteil der Fall", so die Bundesvorsitzende der Jungen Industrie (JI), Dr. Therese Niss, zu heute vom Rechnungshof (RH) präsentierten Zahlen. Demnach komme Arbeiten bis zum gesetzlichen Pensionsantrittsalter im öffentlichen Dienst sogar noch seltener vor, als in der Privatwirtschaft. "Wenn nur drei Prozent der Männer und ein Prozent der Frauen mit dem Regelpensionsalter in den Dienst gehen, dann ist das ein Armutszeugnis. Zumal andere Länder, wie etwa Schweden, zeigen, dass es auch anders geht."

Ähnlich wie im ASVG setze die Politik offensichtlich die falschen Maßnahmen, so Niss. Der RH kritisiere "verhältnismäßig viele Anreize für eine vorzeitige Ruhestandsversetzung" - gleichzeitig sei die 'Hacklerregelung' mit allen Vorteilen im öffentlichen Dienst besonders gerne genutzt worden, so Niss: "Das bestätigt nur einmal mehr: Wenn es die gesetzlichen Rahmenbedingungen erlauben, dann werden Möglichkeiten zur Frühpensionierung auch gerne genutzt. Daher müssen wir alle Schlupflöcher in frühzeitige Pensionsformen schließen." Strukturelle Reformen seien daher dringend einzumahnen, auch wenn zu befürchten sei, "dass auch diese Warnung vor den explodierenden Kosten im Pensionssystem einmal mehr von der Politik ignoriert wird", so Niss, denn: "Probleme in Form von Schuldenbergen auf kommende Generationen abzuwälzen ist offenbar weiterhin sehr beliebt. Wir haben ja auch viel Übung darin."

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