Tanner zu TTIP: Rote Linien ziehen und Landwirte schützen

NÖ Bauernbund: Herkunftsschutz und Qualität unserer Lebensmittel ist nicht verhandelbar

St. Pölten (OTS) - In Bezug auf die Diskussion um das transatlantischen Freihandelsabkommen TTIP tritt NÖ Bauernbunddirektorin Klaudia Tanner für eine klare und strikte Verhandlungsführung ein, bei der auch "rote Linien" gezogen werden müssen: "An erster Stelle steht die Sicherung unserer hohen österreichischen Lebensmittel- und Umweltstandards und Sicherheit für unsere bäuerlichen Betriebe. Der Herkunfts- und Kopierschutz bei Lebensmittel ist dabei unsere oberster Verhandlungsauftrag".

Wesentlich ist jetzt, so Tanner, dass "in Österreich die Hausaufgaben gemacht werden": "Die EU wird mit Sicherheit ihr System der geschützten Herkunftsbezeichnungen verankern und zum Vorteil regionaler Produkte absichern. Daran arbeiten wir. Der Bauernbund und die Landwirtschaftskammer stimmen nur dann zu, wenn die Chancen größer als etwaige Risiken sind. Denn nur ein faires Abkommen bringt neue Markt-Chancen für die österreichische Landwirtschaft."

Bauernbunddirektorin Klaudia Tanner setzt sich daher gemeinsam mit NÖ Bauernbundobmann Hermann Schultes für den Ausbau der Zahl an geschützten Ursprungsmarken von derzeit vier auf mindestens 30 bis 50 bis 2016 ein: "Österreich nutzt dieses System des geschützten Ursprungs derzeit praktisch überhaupt nicht. Es ist ein Musterbeispiel für österreichischen Verwaltungsunsinn. Bevor Bundeskanzler Faymann seine endgültige Zustimmung im Rat geben will, muss er dafür sorgen, dass unserer hochwertigen Produkte durch entsprechende geschützte geografischen Angaben kopiersicher sind und Wertschöpfung im Export bringen können", so Tanner. Rasche und vereinfachte Zulassungsverfahren seien dafür unbedingt notwendig.

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