BR Kneifel: Masterplan für den ländlichen Raum - Klares Bekenntnis zur Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse im gesamten Land

ÖVP-Fraktionsvorsitzender in der Aktuellen Stunde im Bundesrat: 66 Prozent der Bevölkerung leben im ländlichen Raum

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Die Ländliche Entwicklung ist eine Schlüsselfrage Österreichs. Während es in den Ballungsräumen Österreichs zu einer immer stärkeren Verdichtung der Siedlungsgebiete komme, verringert sich die Einwohnerzahl in manchen Randzonen der Republik. Das erklärte der Fraktionsvorsitzende der ÖVP-Bundesräte, Gottfried Kneifel heute, Donnerstag, anlässlich der Aktuellen Stunde zum Thema Ländliche Entwicklung mit Bundesminister Andrä Rupprechter im Plenum des Bundesrates. Kneifel hofft in diesem Zusammenhang darauf, dass die Bundesregierung den im Regierungsprogramm enthaltenen Masterplan für den ländlichen Raum möglichst rasch erstellt und deren Umsetzung fördert. Ziel sei es, die Lebensbedingungen in den Bereichen Verkehr, Arbeit und Wirtschaft, Mobilität, Bildung, Kultur, Gesundheit und Daseinsvorsorge zu verbessern.

Kneifel legte ein klares Bekenntnis zur Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse im gesamten Land ab und erwartet dies auch von der Bundesregierung. "Der Ländliche Raum wird nur dann Zukunft haben, wenn die Lebensqualität auch für Jugendliche und Frauen attraktiver wird." Dazu sei ein Umdenken in allen relevanten Politikfeldern erforderlich. Dabei gehe es nicht um eine Gegnerschaft von städtischen und ländlichen Regionen, sondern vielmehr um ein Miteinander auf gleicher Augenhöhe. "Die Stadt braucht den ländlichen Raum und der ländliche Raum braucht die Stadt", sagte Kneifel und verwies auf die PendlerInnen, die sowohl am Land als auch in den Städten leben.

Kneifel sprach sich auch für die Verlegung von Behörden und Bundesdienststellen in ländliche Regionen aus, wie dies im Regierungsprogramm vorgesehen ist. Eine besondere Verantwortung komme bei der ländlichen Entwicklung auch der Raumordnungspolitik der Bundesländer zu. Dorf- und Stadtentwicklung, die Schaffung von Betriebsansiedlungszonen in den ländlichen Gebieten, die Gründung von Inkoba-Gebieten (interkommunale Betriebsansiedlungen) und die Förderungen von Gemeinde-Kooperationen auch über Bezirks und Landesgrenzen hinweg seien taugliche Instrumente für eine gezielte Verbesserung der Lebensbedingungen im Ländlichen Raum.

Kneifel verwies in diesem Zusammenhang auf die kürzlich gegründete "POWER-REGION ENNS-STEYR". Diese 72.000 Einwohner-Region haben acht Gemeinden über die Grenzen von drei politischen Bezirken gegründet. Hochwertige Natur-, Landwirtschaft-, Wirtschafts-, Wohn-, Verkehrs-und Freizeitflächen sollen gemeinsam entwickelt und nachhaltig und geordnet gestaltet werden. Die Grundlage dafür war übrigens das über eine Gesetzesinitiative des Bundesrates 2011 beschlossene Gemeinde-Kooperationsgesetz.
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