70 Millionen Kohlestrom-Subventionierungen abschaffen - Umweltschutz in die Steuerreform!

GLOBAL 2000 startet Email-Protestaktion an Regierungsspitze Werner Faymann und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner

Wien (OTS) - am 5.2.2015: Aktuell arbeitet die Regierung an der Ausarbeitung der Steuerreform, die am 17. März im Ministerrat beschlossen werden soll. Der Schutz unserer Umwelt, unseres Lebensraumes, findet in den Vorschlägen bisher aber praktisch keine Beachtung, wie eine auf www.global2000.at veröffentlichte Bewertung der österreichischen Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 deutlich macht.

Ein Schritt in die richtige Richtung wäre die Abschaffung der Kohlestrom-Subventionierung in Österreich: Die Verbrennung von Kohle ist in Österreich mit 50 Euro pro Tonne besteuert, wird Elektrizität erzeugt, fällt diese Steuer aber nicht an. Das entspricht einer steuerlichen Kohlestrom-Subventionierung in Österreich von 70 Mio. Euro. Hier profitieren vor allem die großen Kohlestromproduzenten Verbund und EVN.

"Kohle ist der dreckigste und gesundheitsschädlichste fossile Energieträger", so Johannes Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher von GLOBAL 2000. "Alle Klimaberichte zeigen ganz deutlich, dass wir in diesem Bereich handeln müssen - und zwar jetzt, bevor es zu spät ist. Die katastrophalen Klima-Auswirkungen sind leider auch bei uns in Österreich zu spüren: zunehmende Hochwasserschäden, Dürren, Gletscherschmelze und Hitzewellen machen uns zu schaffen. Wir fordern Bundeskanzler Werner Faymann und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner daher auf, die Sache in die Hand zu nehmen und auch den Umweltschutz in der Steuerreform fest zu verankern."

Die Verbrennung von Kohle in Österreich (inkl. Stahlerzeugung) verursacht außerdem gemäß einer Studie von GLOBAL 2000 und der Health and Environment Alliance (HEAL)* 120 vorzeitige Todesfälle und gesellschaftliche Folgekosten in Höhe von 192 Mio. Euro. Mit einer Abschaffung der Subventionierung von Kohlestrom könnte zumindest ein Teil der Schäden an Klima, Umwelt und Gesellschaft abgegolten werden und sauberere und weniger umweltbelastende Alternativen an Konkurrenzfähigkeit gewinnen.

Mit heute hat GLOBAL 2000 dazu auch einen Email-Protest unter www.global2000.at eingerichtet. "Die Kohleverstromung braucht ein Ablaufdatum. Mit der Abschaffung der Steuerbegünstigung kann die Regierung ein deutliches Zeichen setzen und unser Steuersystem nachhaltiger gestalten", so Johannes Wahlmüller abschließend.

*Quelle: GLOBAL 2000/HEAL (2014): Auswirkungen der Kohleverbrennung in Österreich - Gesundheit, Klima, Auswege

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GLOBAL 2000 Klima- und Energiesprecher Johannes Wahlmüller, 0699 142 000 41, johannes.wahlmueller@global2000.at

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