Bundesminister Ostermayer: Respektvolles Miteinander gegen Intoleranz

Gedenken an die Opfer des Anschlags von Oberwart vor 20 Jahren

Wien (OTS) - "Die Erinnerung an den mörderischen Anschlag bei der Roma-Siedlung in Oberwart im Jahr 1995, den vier Menschen mit dem Leben bezahlen mussten, bedeutet unverändert einen Auftrag, uns vehement gegen Hetze und Extremismus einzusetzen", sagte Kanzleramtsminister Josef Ostermayer anlässlich des Gedenkens an die Opfer des Anschlags in Oberwart vor 20 Jahren. "Wir haben in den 1990er Jahren die Roma als Volksgruppe anerkannt. Weil Österreich ein klares Bekenntnis dazu abgelegt hat, dass unser Land ein Land verschiedener Volks- und Sprachgruppen ist. Ein Land, in dem Respekt, Toleranz und ein friedliches Miteinander die Grundwerte sind. Dieses Land und seine Haltung waren und sind nicht durch Rohrbomben und Sprengfallen zu erschüttern. Und dieses Österreich wird seine Rolle als der Demokratie und Aufklärung verpflichtetes Land auch heute in einem Europa, das wieder von Fanatikern angegriffen wird, einnehmen", so Ostermayer angesichts der erst wenige Wochen zurückliegenden Attentate in Paris.

Gerade für ihn als Burgenländer sei das Attentat in Oberwart eine Zäsur gewesen. "Dass jenes Miteinander, das dort über Jahrzehnte gelebte und selbstverständliche Praxis war, angegriffen wurde, hat viele zum Nachdenken gebracht. Und ich bin froh und stolz, dass die Antwort eine war, die mehr Miteinander, mehr Respekt, mehr Toleranz und Verständnis für das vermeintlich Andere bedeutet hat. An diesem Jahrestag sind unsere Gedanken wieder bei den Familien der Opfer und bei allen Opfern, die von der Briefbombenserie verletzt und angegriffen wurden", so der Minister abschließend.

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