Berlakovich: Anschläge auf Roma in Oberwart sind dunkles Kapitel der jüngeren Geschichte

20. Jahrestag des Attentats im Zeichen aktueller geopolitischer Entwicklungen - Extremismus, Rassismus und Hetze dürfen in unserer Gesellschaft keinen Platz haben

Wien, 4. Februar 2015 (ÖVP-PK) Als "dunkles Kapitel der jüngeren österreichischen Geschichte" bezeichnet ÖVP-Volksgruppensprecher Nikolaus Berlakovich den Sprengfallen-Anschlag auf Roma im burgenländischen Oberwart, der sich heute zum 20. Mal jährt. Das Gedenken gelte den Todesopfern Peter Sarközi, Josef Simon sowie Karl und Erwin Horvath, die dem Anschlag zum Opfer fielen, als sie versuchten, eine Tafel mit der rassistischen Aufschrift "Roma zurück nach Indien" abzumontieren. Zwei Tage später verletzte eine weitere Sprengfalle in Stinatz den Umweltdienst-Mitarbeiter Erich Preissler schwer. "Diese Attentate sind bis heute ein Mahnmal gegen Rassismus, Extremismus und Radikalismus und zugleich ein Auftrag, die Grundwerte unserer Gesellschaft entschlossen zu verteidigen", so Berlakovich. ****

Mit den damaligen Anschlägen, die Roma und Burgenlandkroaten zum Ziel hatten, begann die bis heute unfassbare Serie an Briefbombenanschlägen 1995. "Die Anschläge waren eine erschreckende Bedrohung für die in Österreich lebenden Volksgruppen", so Berlakovich. Darüber hinaus stehe das heutige Gedenken auch im Zeichen der jüngsten geopolitischen Entwicklungen. "Immer noch gibt es politisch und rassistisch motivierte Attacken, die erfordern, dass wir konsequent gegen Ausgrenzung und Hetze aufzutreten", sagt Berlakovich. Roma gehören, wie auch die anderen fünf autochthonen österreichischen Volksgruppen(Kroaten, Slowenen, Ungarn, Slowaken und Tschechen) seit Jahrhunderten zu Österreich und prägen die kulturelle Vielfalt unseres Landes mit.

"Toleranz und Menschenwürde sind unantastbare Werte unserer Gesellschaft. Die ÖVP wird diese Werte auch in Zukunft entschlossen verteidigen, denn für uns ist klar: Extremismus, Rassismus und Hetze dürfen in der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts keinen Platz mehr haben", unterstreicht der ÖVP-Volksgruppensprecher.

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