Lopatka: Interkultureller und interreligiöser Dialog erleichtert Durchsetzung von Menschenrechten

ÖVP-Klubobmann will reformiertem KAICIID Chance geben

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Wien habe sich in den letzten Jahrzehnten als UNO-Stadt, als Sitz vieler weiterer internationaler Organisationen und als Konferenzort bewährt und sollte auch angesichts neuer Gefahren ein Ort der Begegnung bleiben, forderte ÖVP-Klubobmann Dr. Reinhold Lopatka heute, Dienstag, im Rat für Integration und Außenpolitik. Gerade jetzt brauche es den interreligiösen und interkulturellen Dialog als Basis für den Kampf gegen den internationalen Terrorismus, der zunehmend auch Europa bedroht.

Dieser Dialog müsse, so Lopatka, geführt werden, um dem internationalen Terrorismus den Boden zu entziehen und um die Menschenrechtssituation weltweit zu verbessern. Daher müssten vor allem jene Länder in den Dialog einbezogen werden, wo Menschenrechte noch nicht eingehalten werden.

Dem KAICIID wurde bei seiner Gründung von vielen Experten und hochrangigen Vertretern verschiedenster Weltreligionen bis hin zum Papst zugetraut, diese Funktion zu erfüllen und damit entscheidend zur weltweiten Konfliktlösung beizutragen. Wenn es diese Aufgabe bislang nicht ausreichend erfüllt habe, so müsse das Interreligiöse Zentrum entsprechend umgestaltet werden, fordert der ÖVP-Klubchef.

Unabhängig davon verurteilte Lopatka scharf die unmenschliche Bestrafung von Raif Badawi und die eklatanten Menschenrechtsverletzungen in Saudi Arabien. Man müsse weiter auf die saudische Regierung einwirken, um eine Verbesserung der Menschenrechtssituation zu erreichen.

Lopatka erinnerte in diesem Zusammenhang an den Start anderer internationaler Konferenzen, wie zum Beispiel die Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) und die unter anderem auch in Wien geführten Nachfolgekonferenzen. Auch damals habe man den Dialog unter schwierigen Bedingungen mit Ländern aufgenommen, wo Menschenrechte nicht eingehalten wurden, wie zum Beispiel mit der UdSSR. Am Ende habe sich dieser Dialog aber als sehr erfolgreich erwiesen.

Österreich und Wien hätten jedenfalls mit einem neu aufgestellten KAICIID gute Möglichkeiten, auf bessere Einhaltung der Menschenrechte, mehr interreligiöses Verständnis und größere kulturelle Toleranz hinzuwirken. Diese Chance sollte nicht für politisches Kleingeld vertan werden, erklärte der ÖVP-Klubobmann abschließend.
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