Attentat von Oberwart - Darabos: "Gedenken verpflichtet zu entschlossenem Kampf gegen Fremdenhass und Hetze"

Oberwart zeigt, zu welchen grauenvollen Taten Rassismus führen kann - Hitler-Grüße und Verstöße gegen Verbotsgesetz bei "Pegida"-Aufmarsch: Darabos fordert sofortige Konsequenzen

Wien (OTS/SK) - Morgen jährt sich zum zwanzigsten Mal das schreckliche Rohrbomben-Attentat von Oberwart, bei dem vier Menschen ermordet wurden. Dazu der burgenländische Nationalratsabgeordnete, SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos: "Wir gedenken der vier Roma, die in der Nacht vom 4. auf den 5. Februar durch den feigen Bombenanschlag eines Rechtsradikalen getötet wurden. Das Gedenken an Peter Sarközi, Josef Simon sowie Karl und Erwin Horvath ist für uns bleibende Verpflichtung, mit aller Entschlossenheit gegen Fremdenhass und Hetze aufzutreten. Denn der rassistisch motivierte Vierfach-Mord von Oberwart hat gezeigt, wohin Rassismus führen kann", betonte Darabos heute, Dienstag. ****

Man müsse sich heute mehr denn je mit den Ursachen von Hass und Rassismus auseinandersetzen und das Miteinander in Frieden und Gleichberechtigung fördern, sagte Darabos. Die richtigen Lehren aus Oberwart zu ziehen, heiße auch, für einen "fairen und respektvollen Umgang mit allen Volksgruppen einzutreten", machte Darabos gegenüber dem SPÖ-Pressedienst klar. "Es ist unsere Verantwortung, jede Form von Diskriminierung mit aller Entschlossenheit zu bekämpfen", so der SPÖ-Bundesgeschäftsführer.

Scharfe Kritik übte Darabos am gestrigen "Pegida"-Aufmarsch, der Medienberichten und Expertenmeinungen zufolge von Rechtsextremen regelrecht durchsetzt gewesen sei. "Dass 'Pegida'-Sprecher Nagel vor laufender TV-Kamera trotz vieler Fotos, die unverkennbar Hitler-Grüße und den sogenannten 'Kühnen-Gruß' zeigen, Verstöße gegen das Verbots-Gesetz abstreitet, um dann nach einer mehrstündigen Schrecksekunde von 'Provokateuren' zu schwadronieren, ist unfassbar und bestätigt Befürchtungen, dass die vermeintliche Bürgerbewegung 'Pegida' nicht zuletzt auch ein Sammelbecken für Rechtsrechte ist", betonte Darabos, der "sofortige Konsequenzen" aus den zahlreichen dokumentierten Verstößen gegen das Verbots-Gesetz fordert. (Schluss) mb/mo

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