Freund: Diplomatie als letzte Chance für humanitäre Katastrophe in Syrien

SPÖ-EU-Abgeordneter zieht traurige Zwischenbilanz über Syrien-Krieg

Wien (OTS/SK) - "Vier Jahre, siebeneinhalb Millionen Menschen, die ihr zuhause verloren haben, mehr als zweihunderttausend Tote, viertausend geschlossene Schulen: das ist die Bilanz des Krieges in Syrien bis jetzt", sagt der SPÖ-EU-Abgeordnete Eugen Freund. Nicht zuletzt auf Grund dieser Zahlen fordert Freund verstärkte diplomatische Initiativen Europas. "Würde man nur das Flüchtlingsproblem betrachten, das dieser Krieg ausgelöst hat, wäre schon dringender Handlungsbedarf gegeben", so der Abgeordnete gestern nach einer Aussprache mit dem UN-Sonderbeauftragten Staffan de Mistura im Außenpolitischen Ausschuss des EU-Parlaments in Brüssel. Wie de Mistura sieht auch Freund keine militärische Lösung des Syrien-Konflikts: "Die Kämpfe der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass keine Seite in der Lage ist, die Machtverhältnisse zu ihren Gunsten zu verschieben."*****

Daher sei es laut Freund höchst an der Zeit, alle Kräfte an den Verhandlungstisch zu bekommen, um eine diplomatische Lösung zu erzielen. "Syrien selbst, aber auch die Nachbarländer, die Millionen Flüchtlinge aufgenommen haben und versorgen mussten, sind am Ende ihrer Möglichkeiten angelangt. Neben maßlos überfüllten offiziellen Flüchtlingslagern, entstehen mehr und mehr informelle Camps ohne jegliche sanitäre und gesundheitliche Versorgung. Das alles macht Friedensbemühungen, bei denen sich die EU stärker einbringen muss, umso notwendiger", betont Freund. Dass die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini derartige Schritte ankündigte, sei ein gutes Zeichen für eine selbstbewusstere europäische Außenpolitik, schloss der EU-Abgeordnete. (Schluss) up

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