SIA 2015: Mit Blick auf die "Ski Super Bowl"

Österreichische Wintersportindustrie war - von Atomic bis Zanier - bei Nordamerikas größter Wintersportmesse SIA wieder stark vertreten

Wien (OTS/PWK078) - Die SnowSports Industries America Snow Show (SIA) ist der jährliche Treffpunkt der Wintersportindustrie in Denver, die heuer vom 29.1. bis 1.2. stattfand. Daran schließen eine zweitägige On-Snow Demo/Ski-Ride Fest und Nordic Demo im Copper Mountain Resort an. Auf der SIA werden dem amerikanischen Markt die Neuheiten der Wintersportindustrie für die Saison 2015/16 präsentiert - insgesamt über 1.000 Marken in den Bereichen Alpin, Langlauf, Snowboard, Freeride und Outdoor-Bekleidung. Heuer kam eine Rekordzahl von 172 neuen Ausstellern hinzu. Allein über 1.500 Ski- und 950 Snowboardmodelle wurden dem Einzelhandel vorgestellt. Das 'Who is Who' der österreichischen Wintersportindustrie ist auf der SIA traditionell mit zahlreichen Ausstellern vertreten - die Teilnehmerliste reicht von Atomic, Bagjump Action Sports, Blizzard, Eisbär und Fischer über Hagan, Head, Jägerndorfer, Kästle, Komperdell bis zu Wintersteiger und Zanier.

Made in Austria ist am US-Ski Markt ...

Nach der SIA startete mit der Ski-Weltmeisterschaft quasi die "Super Bowl" des Skisports in Vail/Beaver Creek. Im Rahmen der Ski-WM begrüßen WKÖ und AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA ihre Gäste bei zwei Networking-Empfängen im "Haus Ski Austria" des ÖSV in Vail.

Die Wintersaison 2014/15 hatte mit einem guten Vororderverlauf bereits einen guten Start. Der frühe Wintereinbruch in einzelnen Regionen der USA und die anziehende US-Wirtschaft stimmen optimistisch für ein gutes Jahresergebnis. Für Fischer läuft das US-Geschäft durch den guten Winterverlauf "sehr zufriedenstellend". Head konnte trotz eines späten Starts in Europa die Umsätze gegenüber dem Vorjahr um 4% steigern, wobei einen sehr wesentlichen Beitrag die Geschäftsentwicklung in den USA geliefert hat. Die österreichischen Aussteller punkten mit Innovationen und Neuheiten. Kästle stellt die neu überarbeitete BMX-FX Linie vor, Blizzard extrem leichte Schier mit Zero G Technologie, Head präsentiert seine neue Monster Linie und Vector Skiischuhe. Atomic tritt mit dem Slogan "We are skiing" auf. Fischer punktet beim klassischen Tourengehen, das in den USA mehr und mehr Interesse hervorruft, mit einem Fellersatz. Am Stand steht der leichteste Tourenrennski mit weniger als 600 g.

Wintersteiger profitiert vom Trend zum Skiverleih und erweiterte das Produktportfolio mit dem Kauf des Marktführers für beheizte Sohlen. Sehr gut läuft das Geschäft mit den Automaten für Ski und Snow Board Service. So konnten z.B. zwei große Automaten für diese Saison in Aspen und Vail installiert werden.

Die Entwicklung der österreichischen Skiexporte in die USA ist durchwachsen. Vor zehn Jahren wurden Ski im Wert von 39 Mio. Euro verkauft. 2013 waren es nur noch 26,9 Mio. Euro. In den ersten drei Quartalen 2014 stiegen die Exporte österreichischer Ski und Bindungen auf 22,7 Mio. Euro bzw. 7,8 Mio. Euro und erzielten einen Zuwachs von 11,9 % und 17,4%. Stark gestiegen, allerdings auf geringem Niveau, sind die Exporte von Mützen und Spezialhandschuhen.

Marken-Catwalk bei Ski-WM

Der internationale Ski-Rennzirkus zieht mit der "Dienstausrüstung" - vielfach "Made in Austria" - zur Super Bowl des Schisports, der Ski-WM nach Vail und Beaver Creek. Schon jetzt kann die Prognose abgegeben werden, dass die Marken der österreichischen Wintersportindustrie zahlreiche Stockerlplätze belegen werden. Nach der offiziellen Eröffnungszeremonie gestern, Montag, setzt heute das Rennfieber mit dem Super G der Damen ein, wenn die ÖSV Ladies auf der neu gebauten Raptor-Rennstrecke um die ersten Medaillen kämpfen.

Die vorher noch nie dagewesene Medienpräsenz im Rahmen der WM bietet die Möglichkeit, den Outdoor begeisterten Amerikanern den Skiisport als interessante Alternative schmackhaft zu machen und ermöglicht den Marken einen medialen Catwalk. Die unmittelbaren Auswirkungen auf das US-Geschäft mögen eher gering sein, da der klassische Skirennsport nur einen kleinen Teil der US-Konsumenten anspricht. Allerdings ist der Werbeeffekt für erfolgreiche Marken nicht zu unterschätzen. (SR)

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