Die Zukunft der onkologischen Versorgung - IIR Konferenz am 28.- 29. Jänner 2015

Pünktlich zum Weltkrebstag am 4. Februar 2015: Nationales Krebsrahmenprogramm

Wien (OTS) - Krebs ist in Österreich noch immer zweithäufigste Todesursache. Pünktlich zum Weltkrebstag präsentierte das Bundesministerium für Gesundheit auf der IIR-Konferenz "Die Zukunft der onkologischen Versorgung" das Nationale Krebsrahmenprogramm für Österreich: Ein umfassendes Maßnahmenpaket, das sich als Public Health Programm versteht und das in allen gesellschaftlichen Bereichen greifen soll: Vom Rauchstopp in der Gastronomie bis zur Reduzierung von Verkehrsimmissionen. Vier Jahre lang, von 2010 bis 2014, erarbeitete der Onkologiebeirat im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit das Nationale Krebsrahmenprogramm.

Alarmierende Zahlen zur onkologischen Versorgung der Zukunft

In den kommenden Jahren wird die Krebsrate aufgrund der demografischen Entwicklung voraussichtlich um 37 % nach oben schnellen. Die steigende Krebsinzidenz fordert einen erhöhten Bedarf an onkologischer Versorgung. Gleichzeitig stellt das neue Ärztearbeitszeitgesetz ein massives Problem dar, denn die Ärzte werden dadurch um bis zu 20 % weniger auf den Stationen sein. Wie steht es also um das onkologische Versorgungsmodell Österreichs?

Krebs bleibt Zentrumsmedizin

Der Präsident der österreichischen Gesellschaft für Hämatologie und medizinische Onkologie, Univ.-Prof. Dr. Hellmut Samonigg (LKH Univ. Klinikum Graz), Prim. Univ.-Prof. Dr. Richard Greil (SALK) und Dr. Magdalena Arrouas (Bundesministerium für Gesundheit) sind sich einig:
Krebs muss eine Zentrumsmedizin bleiben, denn nur in konzentrierter Form kann Expertenwissen dem Patienten eine optimale Versorgung gewährleisten.

Krankenteilzeit: Der Patient muss im Mittelpunkt stehen

Die Patientenvertreterin Helga Thurnher (Präsidentin der Selbsthilfe Darmkrebs) macht deutlich, wie wichtig es ist, den Patienten nicht aus den Augen zu verlieren. Die Krankenteilzeit könnte hierfür durchaus ein Modell sein, das dem Patienten helfe, besser mit der Krankheit umzugehen. Prim. Univ.-Prof. Dr. Dietmar Geissler (Humanomed Zentrum Althofen / LKH Klagenfurt) streicht hervor, dass die meisten Krebspatienten arbeiten wollen, allerdings sind nur 20 % nach dem ersten Jahr der Krankheit noch beschäftigt.

Personalisierte Medizin hofft auf neue Medikamente

Die Förderung der öffentlichen Forschung ist im Krebsrahmenprogramm ebenso vorgesehen wie die Erhöhung klinischer Studien. Prof. Dr. Robin Rumler (Präsident der Pharmig) begrüßt dies, denn nur so besteht für Pharmaunternehmen die Möglichkeit, Medikamente günstiger anzubieten. Für das Jahr 2015 sind einige neue Medikamente in der Pipeline, so Rumler.
Biomarkerforschung als Weg zur Personalisierten Medizin:
Personalisierte Medizin verspricht neue Wege für Forschung und Therapieformen. Besonders wichtig für den gezielten Einsatz personalisierter Therapien ist die Forschung an Biomarkern. Univ.-Prof. Dr.med.univ. Thomas Bauernhofer (CBmed, Medizinische Universität Graz) führte eindrucksvoll vor, wie durch die systematische Biomarkerforschung zielgerichtete Therapien auf den Markt gebracht werden können.

Bilder zur Konferenz finden Sie unter www.iir.at/onkologie

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Mag. (FH) Karin Grünauer, IIR GmbH, Tel.: +43 (1) 891 59-311,
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