Arbeitsmarktdaten - Blecha: Bonus-Malus-System und Beschäftigungsprogramm "50-plus" JETZT umsetzen

Maßnahmen greifen: Mehr Ältere in Beschäftigung, Pensionsantrittsalter steigt - Jetzt endlich Wirtschaft stärker in die Pflicht nehmen

Wien (OTS/PVOE) - "Mit einem Anstieg von 13,7 Prozent zählen ältere Arbeitnehmer Monat für Monat zu den am stärksten von Arbeitslosigkeit betroffenen Gruppen! Diese dramatische Entwicklung muss JETZT gestoppt werden! Also her mit dem Bonus-Malus-System für Unternehmen und eine rasche Umsetzung des Beschäftigungsprogrammes '50-plus', mit verstärkter Einbindung der Wirtschaft", fordert Karl Blecha, Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ) anlässlich der heute veröffentlichten Arbeitsmarkdaten für den Monat Jänner. "Es gibt aber auch positive Entwicklungen, die zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind: Im Jänner konnten 6.343 beim AMS vorgemerkte ältere Personen wieder in Beschäftigung gebracht werden. Das Pensionsantrittsalter ist innerhalb kürzester Zeit um über ein Jahr angestiegen. Eine erfreuliche Entwicklung, die zeigt, dass Sozialminister Rudolf Hundstorfer mit Maßnahmen wie 'fit2work' oder der Gesundheitsstraße die richtigen Schritte gesetzt hat. Auch, dass die Beschäftigungsförderung für ältere Arbeitskräfte im Rahmen der Initiative 50+ auf 120 Mio. Euro ausgeweitet wurde, beweist, dass die Notwendigkeit einer Arbeitsmarktreform erkannt wurde. Dazu muss endlich auch die Wirtschaft ihren Beitrag leisten!", unterstreicht Blecha. ****

"Die steigende Arbeitslosigkeit Älterer zeigt auch erneut wie weltfremd und zynisch die Forderung nach einer Pensions-Automatik oder einer frühzeitigen Anpassung des Frauenpensionsalters ist. Die traurige Realität ist nämlich, dass Menschen ab 50 häufig in die Arbeitslosigkeit oder Frühpension gedrängt werden und danach kaum Chancen auf einen neuen Arbeitsplatz haben. Der Pensions-Computer 'schafft' aber nicht die dringend notwendigen Jobs, sondern führt nur zu noch mehr Arbeitslosigkeit, zu Kürzungen, zu einem Anstieg der Altersarmut!", kritisiert der Päsident der größten und mitgliederstärksten Seniorenorganisation Österreichs.

Auch internationale Studien untermauern die Forderungen des Pensionistenverbandes: Die unabhängige Expertin der UN zur Wahrung der Menschenrechte älterer Menschen, Rosa Kornfeld-Matte stellte Österreich erst kürzlich grundsätzlich ein sehr gutes Zeugnis betreffend die Situation älterer Menschen aus, besonders der Bundes-Seniorenplan und die Interessensvertretungen Älterer wurden als sehr positiv beurteilt. "Allerdings gab es auch Kritik von Seiten der Vereinten Nationen: Die Arbeitsmarktsituation Älterer! Hier liegt Österreich nur im Europäischen Mittelfeld, hier fordern auch die Experten der UN weitere Kraftanstrengungen von Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft!", so Blecha, der daher fordert: "In der Wirtschaft sollen mehr Verantwortliche als bisher in höherem Maße das Potential älterer Arbeitnehmer, ihren hohen Wert für die Wirtschaftlichkeit und das Klima in einem Betrieb erkennen! Politik und Wirtschaft müssen an einem Strang ziehen - mit dem gemeinsamen Ziel: Einer Totalreform der Arbeitswelt! Nur so kann die Beschäftigung Älterer noch weiter steigen, nur so das im Regierungsübereinkommmen festgeschriebene Ziel, das faktische Pensionsantrittsalter bis 2018 auf 60,1 Jahre zu erhöhen, erreicht werden." (Schluss)

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