Gefahr Mini-Schlaganfall: Auf jedes dritte "Schlagerl" folgt ein Schlaganfall

Wien (OTS) - Hängender Mundwinkel, halbseitige Lähmungen oder Muskelschwächen, Schwierigkeiten beim Sprechen oder Sehen, Drehschwindel, Gleichgewichtsstörungen oder starke Kopfschmerzen:
Treten Beschwerden wie diese plötzlich auf und vergehen sie nach kurzer Zeit wieder, handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um einen Mini-Schlaganfall, in der Fachsprache TIA (transiente ischämische Attacke) genannt. Was der Volksmund als "Schlagerl" verharmlost, ist in Wahrheit ein Alarmsignal des Körpers: In bis zu einem Drittel aller Fälle folgt auf den Mini-Schlaganfall ein schwerer Schlaganfall. In einem aktuellen Informationsschwerpunkt weist das Verlagshaus der Ärzte in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Schlaganfall-Gesellschaft auf die Gefahr durch den vielfach unterschätzten Mini-Schlaganfall hin.

"Jedes sogenannte Schlagerl ist ein Warnzeichen, das man sehr ernst nehmen sollte", appelliert Univ. Doz. Dr. Hans-Peter Haring, Präsident der Österreichischen Schlaganfall-Gesellschaft. "In bis zu einem Drittel aller Fälle handelt es sich bei den vorübergehenden Erscheinungen um Vorboten für einen schwereren Schlaganfall", warnt der Neurologe. Von den rund 25.000 Menschen in Österreich, die jedes Jahr einen Schlaganfall erleiden, bleiben bei 30 Prozent mehr oder weniger stark ausgeprägte Beeinträchtigungen zurück, 20 Prozent überleben die Attacke nicht. Schlaganfall ist hierzulande die häufigste Ursache für Behinderungen im Erwachsenenalter und die dritthäufigste Todesursache.

Um diese dramatischen Folgen verhindern zu können, müsse TIA als medizinischer Notfall betrachtet werden, auf den so rasch wie möglich umfangreiche ärztliche Untersuchungen folgen sollten, betont der Experte. Haring: "Schließlich werden Mini-Schlaganfälle genauso wie mittelschwere und schwere Attacken durch Verstopfungen von Gefäßen im Gehirn ausgelöst." Erst wenn die Ursachen dieser Gefäßblockaden dingfest gemacht wurden, kann das Schlaganfall-Risiko durch konsequente Therapie minimiert werden.

Über das Verlagshaus der Ärzte:
Das Verlagshaus der Ärzte ist der Spezialist für alle Informationen zum Thema Gesundheit und Medizin. Die Publikationen umfassen periodische Printmedien für Ärzte und Publikum, Sach- und Fachbücher sowie elektronische Inhalte. Die Kampagne "Mini-Schlaganfall" wird unterstützt von der Österreichischen Schlaganfall-Gesellschaft, der Österreichischen Gesellschaft für Neurologie, der Österreichischen Gesellschaft für Innere Medizin, der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft, der Österreichischen Gesellschaft für Allgemeinmedizin, den Firmen Bayer, Sanofi und Boso sowie den Trägermedien Österreichische Ärztezeitung und MEDIZIN populär.

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