„Heimat Fremde Heimat“ thematisiert die Bedrohung der europäischen jüdischen Community

Am 1. Februar um 13.30 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Silvana Meixner präsentiert in dem in HD produzierten ORF-Magazin "Heimat Fremde Heimat" am Sonntag, dem 1. Februar 2015, um 13.30 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Die Koffer gepackt?

70 Jahre nach der Befreiung des nationalsozialistischen Vernichtungslagers in Auschwitz, in dem mehr als eine Million Menschen ermordet wurde, stellt sich die Frage, ob die Juden in Europa wieder Angst haben müssen. Die Terroranschläge von Paris haben die Bedrohung der europäischen jüdischen Community auch auf die mediale und politische Agenda gehoben. Eine "Retraumatisierung" der Opfer der Schoah und ihrer Nachfahren ist denkbar, weiß die Zeitzeugin Schoschana Rabinovici. Dazu erklärt Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg, dass die europäischen Juden ihre Koffer schon seit der Schoah "gepackt" hätten, jetzt würden sich wieder mehr entschließen, nach Israel zu ziehen. Zu diesem Thema melden sich im Beitrag von Sabina Zwitter der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde, Oskar Deutsch, der in Wien lebende französische Historiker Jerome Segal und die Psychiaterin Evelyn Böhmer-Laufer zu Wort.

"Weitblicke" mit Nikolaus Habjan

Was in einem echten Menschfeind steckt, der im Park - wie in einem Lied von Georg Kreisler - nicht nur Tauben vergiften möchte, ist oft schwer sichtbar zu machen. Karikatur und Kabarett sind taugliche Mittel, um Licht ins gesellschaftliche Bewusstseinsdunkel zu bringen. Auf den Spuren der österreichischen Größen in diesem Genre - Helmut Qualtinger und Georg Kreisler - wandelt der Puppenspieler Nikolaus Habjan. Der Leiter des Wiener Schuberttheaters hat, angelehnt an Qualtingers "Herrn Karl", der finsteren Seite des sogenannten kleinen Mannes auf der Straße, eine Figur geschaffen, die Mitläufern einen Spiegel vors Gesicht hält. Nikolaus Habjan, der es mit seiner Produktion über den Spiegelgrund-Überlebenden F. Zawrel vor kurzem auf die Burgtheaterbühne geschafft hat, ist beim virtuellen Stammtisch "Weitblicke" zu Gast.

"Heroes": Drei Frauen - viele Verhöre

Die Bühnenstory: In der Schubhaft treffen drei Frauen aus unterschiedlichen Kulturkreisen aufeinander. Egal ob Flucht aus politischen Gründen, Flucht aus wirtschaftlichen Gründen oder Flucht aufgrund von sexueller Orientierung. Eines haben sie gemeinsam: Sie ließen alles hinter sich. In Österreich angekommen, finden sie nicht die ersehnte Sicherheit, sondern geraten in die Mühlen der Bürokratie. Im jüngsten Stück der jungen Regisseurin Sandra Selimovic werden die unerträglichen Zustände in der Schubhaft auf eindringliche Weise dargestellt. Vergangenen Montag wurde "Heroes" im Werk X im 1. Wiener Gemeindebezirk uraufgeführt. Ein Beitrag von Ajda Sticker.

Die in HD produzierte Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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