Spacelab bringt echte Zukunftsperspektiven für benachteiligte Jugendliche

EU-Parlamentarierinnen besuchen europäisches best practice Modell

Wien (OTS/SPW-K) - Eine der großen Herausforderungen im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit insgesamt in Europa ist die Zielgruppe der sogenannten NEETs (Not in Education, Employment or Training. Jugendliche, die sich weder in der Schule noch in Ausbildung befinden und nicht wissen, wie es beruflich weitergehen soll, sind in hohem Maße ausgrenzungsgefährdet. Sie sind bedroht, in eine gesellschaftliche Abwärtsspirale mit weitreichenden negativen Folgeerscheinungen zu geraten. "Hier braucht es spezielle, auf die ganz konkrete Lebenssituation und die Bedürfnisse dieser Jugendlichen ausgerichtete Angebote. Mit dem Projekt spacelab- Produktionsschule stellt Wien genau das zur Verfügung" weiß die stellvertretenden Vorstandsvorsitzende des waff (Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds) SP-Gemeinderätin Tanja Wehsely. Das von waff und AMS finanzierte Projekt der Wiener Ausbildungsgarantie wurde bereits mit dem Innovationspreis des Europäischen Sozialfonds ausgezeichnet.

Dass spacelab europäischen best practice Charakter hat, wenn es darum geht, gerade benachteiligten Jugendlichen echte Ausbildungs- und damit Zukunftsperspektiven zu bieten, davon konnte sich kürzlich auch die deutsche EU- Parlamentarierin Terry Reintke (Grünen/Freie Europäische Allianz) bei einem von EP-Abgeordneter Monika Vana (Grüne) initiierten Treffen in Wien mit Tanja Wehsely überzeugen. Höhepunkt des Treffens in Wien war ein Besuch von spacelab_girls.

Exportschlager Wiener Ausbildungsgarantie

"Die Wiener Ausbildungsgarantie ist ein Exportschlager in die EU und Vorbild auf lokaler Ebene. Doch die Bemühung um gute Ausbildung und qualitätvolle Arbeitsplätze muss auch länderübergreifend funktionieren. Die EU muss sich stärker für die strukturelle Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit einsetzen, die Zahlen sind mehr als alarmierend: 23,6% arbeitslose Jugendliche in der EU. Die EU-Jugendgarantie in der Praxis umzusetzen ist Gebot der Stunde - und auch die Mitgliedsstaaten in die Lage zu versetzen, die nötige Ko-Finanzierung für die Inanspruchnahme der EU-Mittel aufbringen zu können. Der Investitionsplan der Kommission hat soziale Investitionen, Jugendbeschäftigung und öffentliche Dienstleistungen in den Fokus zu rücken" so Monika Vana, Mitglied im Budget- und Sozialausschuss des Europäischen Parlaments und ehemaliges Vorstands-und Kuratoriumsmitglied des waff.

Vana weiter: "Geld allein reicht nicht. Um existenzsichernde Arbeitsplätze mit Mindestlöhnen und einem gut ausgebauten Arbeitsrecht und Sozialsystem zu schaffen ist eine neue Prioritätensetzung der EU weg von neoliberalen Strukturreformen hin zur Verhinderung von Armut und Ausgrenzung notwendig."

Investition in die Ausbildung von Jugendlichen gerade in Krisenzeiten unverzichtbar

In dieselbe Kerbe schlägt SP-Europabgeordnete Evelyn Regner: "Europa schaut im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit zu recht auf die erfolgreichen Maßnahmenpakete und vorbildlichen Projekte in Österreich und Wien." Es gelte gerade in wirtschaftlichen Krisenzeiten vor allem in die Ausbildung junger Menschen zu investieren. Das sei für eine langfristig positive soziale- und wirtschaftliche Entwicklung in ganz Europa unverzichtbar. Besonders wichtig sei es, zu verhindern, dass Jugendliche durch mangelnde Perspektiven an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden, unterstreicht sie.

Gleiche Chancen für alle beim Zugang zu Ausbildung und Arbeit ist in Wien nicht Schlagwort, sondern Programm

Wehsley: "Gleiche Chancen für alle beim Zugang zu Ausbildung und Arbeit ist in Wien nicht Schlagwort, sondern Programm. Die Wiener Ausbildungsgarantie und das Projekt spacelab-Produktionsschule Wien als integrierender Bestandteil sind dafür sichtbarer Beweis." In Wien werde jedenfalls kein Jugendlicher im Stich gelassen, so die Politikerin.

spacelab- Produktionsschule Wien - Profis helfen den Jugendlichen bei der Planung ihrer Zukunft

Konkret richtet sich spacelab - Produktionsschule Wien an Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahren, die es schwer haben, im Berufsleben überhaupt Fuß zu fassen. Profis helfen ihnen dort bei der Planung der Zukunft. Insgesamt gibt es in Wien vier Standorte, einer davon speziell für Mädchen und junge Frauen, die aufgrund oftmals mehrfacher Benachteiligungen besonders empowerment brauchen. Ziel von spacelab ist es, die Jugendlichen soweit zu rüsten, dass sie in eine Lehrausbildung einsteigen oder eine Beschäftigung aufnehmen können. Die sogenannten Perspektivencoaches begleiten die Jugendlichen durch die gesamte Maßnahme (inklusive Basisbildung) und entwickeln mit ihnen realistische berufliche Perspektiven. Die Jugendlichen können im Tagestraining oder in Werkstätten bezahlte Arbeitserfahrungen machen. Das heißt, sie können erproben, wo ihre Stärken und Interessen liegen. Das Tagestraining bietet quasi den Einstieg in die Werkstattarbeit. Im Training in den Werkstätten werden dann Arbeitssituationen mit allem was dazu gehört geübt, z.B. wie mit dem/der ChefIn gesprochen wird oder das Ausprobieren von praktischen Abläufen.

Wichtig ist: Die Jugendlichen können unverbindlich und ohne Leistungsdruck bei spacelab andocken. Für den Infotag, der jeden Dienstag um 13 Uhr stattfindet, ist keine Anmeldung erforderlich. Alle Infos: www.spacelab.cc

Die Produktionsschule Wien wird vom Verein zur Schaffung offener Kultur- und Werkstättenhäuser (WUK), dem Verein Wiener Jugendzentren, dem Verein Volkshilfe Beschäftigung, der Wiener Volkshochschulen GmbH und dem Verein Sprungbrett umgesetzt.

Rückfragehinweis:
Elisabeth Mitterhuber, SPÖ-EU-Delegation,
Tel.: +43 1 40110-3612,
E-Mail:elisabeth.mitterhuber@spoe.at

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Mag.a Barbara Maier, Pressesprecherin/MEP Dr. Monika Vana
Grüner Klub im Parlament
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