Museumsverbände wehren sich gegen geplante Mehrwertsteuererhöhung

ICOM Österreich und Museumsbund Österreich schließen sich den Protesten aus der Kunst- und Kulturbranche gegen die geplante Erhöhung des begünstigen Mehrwertsteuersatzes von 10% an.

Graz (OTS) - Die dadurch entstehende Verteuerung nicht an die Besucher weiterzugeben, ist angesichts der finanziellen Lage vieler Häuser unmöglich.

Die damit zu vollziehende Erhöhung der Eintrittskartenpreise hat durch eine anzunehmende Abnahme der Besucherzahlen einen Erlösrückgang der Einnahmen zur Folge - mangels Preisbereitschaft vor allem der inländischen Museumsbesucher, die im Gegensatz zu Kunst-und Kulturtouristen aus dem Ausland weitaus geringer ist. 2012 zählte Statistik Austria über 12 Millionen Museumsbesucher, mit verwandten Einrichtungen (Gedenkstätten, Ausstellungen oder Zoos bspw.) sind es sogar 26 Millionen Besucher. Nicht nur die Eintrittskartenerlöse würden sinken, auch die durch Museumsshop und Restaurantbereich lukrierten zusätzlichen Einnahmen wären davon betroffen. In der Folge steigt der Subventionsbedarf der musealen Einrichtungen.

Die erhofften finanzpolitischen Erträge stehen hier in keiner Relation zum kulturellen Schaden, der durch diese Maßnahme entsteht.

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