APA-DeFacto-Politikerranking: Wer hat die Top-Medienpräsenz?

Wöchentlich im Politik-Channel von APA-OTS: die Top 20 der österreichischen Politikerinnen und Politiker -Faymann, Kurz und Mikl-Leitner aktuell vorne

Wien (OTS) - Ab sofort ist das aktuelle wöchentliche Präsenzranking heimischer Politikerinnen und Politiker auf http://www.ots.at/politikerranking kostenlos abrufbar. APA-DeFacto erstellt das Ranking aufgrund der Anzahl der Nennungen von Politikerinnen und Politikern in allen österreichischen Tageszeitungen im Verlauf der vergangenen Woche. Die aktuellen Daten zeigen, wer die mediale Bühne von 23.01. bis 29.01.2015 am stärksten nutzen konnte, wer zurückgefallen ist und wer sich gegenüber letzter Woche neu positionieren konnte.

Die stärkste Medienpräsenz verzeichnete in der vergangenen Woche Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ). Wie bereits in den vergangenen Wochen positioniert sich Faymann kritisch gegenüber dem von Saudi-Arabien finanzierten "König Abdullah Bin Abdulaziz Zentrum für Interreligiösen und Interkulturellen Dialog" (KAICIID) und denkt laut über dessen Schließung nach. "Für mich gibt es zur Stunde keine Basis und auch in Zukunft sehe ich keine Basis", sagte Faymann.
Der Koalitionspartner ÖVP und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner warfen dem Bundeskanzler vor, eine "Kampagne gegen das Zentrum" zu betreiben und damit den internationalen Standort Österreich zu gefährden. Der Bundeskanzler konterte, er sei "stolz darauf" vom Zentrum eine klare Stellungnahme zur Causa Raif Badawi verlangt zu haben. Wenn das Zentrum "nur als Wirtschaftszentrum mit religiösem Feigenblatt" fungiere, "dann soll sich Österreich auch nicht mehr daran beteiligen und aussteigen", so Faymann. Die ÖVP ließ daraufhin wissen, sie überlasse dem Bundeskanzler die Entscheidung über die Zukunft des KAICIID. Am Mittwoch gab es dann unerwartet doch Anzeichen für ein koalitionsübergreifendes Vorgehen in der Sache:
Konkret werden Kultusminister Josef Ostermayer (SPÖ) und Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) mit Vertretern des Dialogzentrums sowie der Vertragspartnerstaaten Saudi Arabien und Spanien über die konkrete Zukunft des KAICIID verhandeln, hieß es aus dem Kanzleramt.

Als Neueinsteiger der Woche positionierte sich der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKO), Christoph Leitl, auf Platz 13. Leitl präsentierte am Dienstag die aktuellen Zahlen zu Firmengründungen in Österreich. 2014 entschieden sich österreichweit 37.120 Personen für den Schritt in die Selbstständigkeit; die meisten Unternehmen werden in der Branche "Gewerbliche Dienstleister" gegründet. Der Frauenanteil unter den Gründern stieg minimal von 43,3 auf 43,5 Prozent. Um die Grundbedingungen für Unternehmensgründer zu verbessern forderte Leitl mehr Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren und Nachmittagsbetreuung an den Schulen.
In einem Interview mit den Bundesländer-Zeitungen appellierte Leitl auch in gesamtwirtschaftlichen Aspekten an die Politik: "Wir fordern als Wirtschaft, dass unsere ungeheuren Potenziale genutzt und nicht vergeigt werden." Leitl betonte die Wichtigkeit eines Schulterschlusses von Wirtschaft und Beschäftigten: "Da die Arbeitnehmer, die eine Reichensteuer wollen, und dort die bösen Millionäre, denen was weggenommen wird, dieses Kastldenken ist absurd und passt ins 19. und nicht ins 21. Jahrhundert", so der Wirtschaftskammerpräsident. Neuerliche Steuererhöhungen bezeichnete Leitl als "absolutes No-Go". Zielführender sei es, die staatlichen Ausgabensteigerungen im Zaum zu halten. Bezüglich der Außenwirtschaft sprach sich Leitl vergangene Woche erwartungsgemäß gegen die von den EU-Außenministern geplanten Sanktionen gegen Russland aus.

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