Flüchtlingskindern durch den Winter helfen

Caritas Präsident Michael Landau: "Wenn Kinder Kälte und Krisen schutzlos ausgeliefert sind, ist das eine Katastrophe. Wir müssen jetzt helfen!"

Wien (OTS) - "Jeder Tag ist ein Kampf ums Überleben. Es ist so kalt, wir können die Zelte kaum beheizen. Ich weiß nicht, ob unser Zelt den Schneemassen auch morgen noch standhält", erzählt Asyha. Die 26-jährige Lehrerin aus Aleppo lebt in einem Flüchtlingslager im Libanon. "Es gibt hier so viele Kinder, die keine Eltern haben und sich selbst überlassen sind. Es gibt zu wenig Essen, damit alle satt werden. In der vergangenen Nacht sind ein Vater und sein achtjähriger Sohn im Schnee erfroren. Heute Morgen haben wir die Leichen gefunden."

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Mit Dezember 2014 sind bereits mehr als 3,3 Millionen Menschen aus Syrien geflohen. Im Libanon, einem ein Land so groß wie Tirol, haben laut offiziellen Angaben 1,16 Millionen Syrerinnen und Syrer Zuflucht gefunden. Damit ist jeder vierte Einwohner ein Flüchtling. Mehr als eine Million Menschen sind in die Türkei geflohen, mehr als 618.000 Flüchtlinge halten sich in Jordanien auf. In der gesamten Region sind Schätzungen zufolge mehr als 9 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen - mehr Menschen, als Österreich Einwohner hat.
Neben dem syrischen Bürgerkrieg verschärfen der Ausbruch der Gewalt im Irak und die dadurch ausgelöste Flüchtlingswelle die Situation in der Region weiter: Seit Anfang 2014 mussten 2,1 Millionen IrakerInnen vor der Gewalt der Miliz Islamischer Staat (IS) fliehen. "Die Zahlen sprengen jede Vorstellungskraft. Sie scheinen in ihrer Größe fast schon beliebig und dennoch dürfen wir nicht vergessen, dass sich hinter diesen Zahlen konkrete Menschenleben verbergen. Und damit auch Hoffnungen und Wünsche an das eigene Leben, die durch die Flucht zerstört wurden", so Michael Landau.

Kampf gegen die Kälte
Starke Schneefälle und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt haben die schwierige Situation der Flüchtlinge in den Lagern zusätzlich verschärft. Zelte und provisorische Behausungen drohten zuletzt unter dem Schnee einzustürzen, Schutz vor der eisigen Kälte bieten sie kaum. "Die Flüchtlinge haben meist alles verloren. Kinder stapfen ohne feste Schuhe und warme Kleidung durch den Schneematsch", schildert Bruno Atieh vom Migration Center der Caritas Libanon die dramatische Lage vor Ort.

"Die Caritas-HelferInnen verteilen Hilfspakte, damit die Menschen durch den Winter kommen. Denn gerade wenn die Temperaturen sinken brauchen die Flüchtlinge im Libanon, in Jordanien oder im Irak dringend unsere Hilfe, um in der Kälte, der Nässe und dem Schnee zu überleben", appelliert Caritas Präsident Michael Landau an die Hilfsbereitschaft der Österreicherinnen und Österreicher. "Lassen wir die Menschen nicht allein. Ein herzliches Dankeschön schon jetzt für Ihre Unterstützung!"

So hilft die Caritas vor Ort
"Aktuell leistet die Caritas im Nahen Osten akute Winterhilfe für 2.100 Familien oder 10.500 Menschen. Familien werden mit Gasöfen, winterfester Kleidung und Schuhen sowie warmen Decken versorgt", erklärt Caritas Auslandshilfe Generalsekretär Christoph Schweifer. In Jordanien erhalten 1850 Familien je einen Gasofen, fünf warme Winterdecken sowie Gutscheine für Winterkleidung und Winterschuhe. Mit der Unterstützung durch die ORF Aktion 'Nachbar in Not' werden weitere 1.210 Familien bzw. 6.050 Menschen mit Hilfsgütern versorgt. Im Irak hilf die Caritas 1.400 Flüchtlingsfamilien in den Regionen Erbil und Dahuk.

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Winterhilfspaket: 95 Euro für einen Gasofen, 15 Euro für eine Decke, 45 Euro für winterfest Kleidung für eine Familie, 35 Euro für winterfeste Schuhe für eine Familie, 50 Euro für ein Winterpaket für eine Person.

Caritas-Spendenkonten:
Erste Bank
IBAN: AT23 2011 1000 0123 4560
BIC: GIBAATWWXXX

PSK
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Kennwort: Kinder in Not

Rückfragen & Kontakt:

Caritas Österreich
Margit Draxl
Pressesprecherin
Tel.: +43/1/488 31-417; +43/664/8266920
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