Fachverband der Film- und Musikwirtschaft gratuliert den Preisträgern des Österreichischen Filmpreises

Gelungene Veranstaltung im Rathaus, Preisregen für "Das finstere Tal"

Wien (OTS/PWK067) - Der Fachverband der Film- und Musikwirtschaft gratuliert der Akademie des Österreichischen Films zu einer gelungenen Festveranstaltung im Rathaus, in der - wie schon im vorigen Jahr - Karl Markovics launig, aber durchaus treffend die Vitalität des österreichischen Filmschaffens präsentiert und nach Außen positioniert hat. Dass ein im österreichischen Filmschaffen nicht eben typischer Genrefilm so herausragend gewonnen hat, ist die Überraschung des Abends. Wir gratulieren herzlichst Helmut Grasser und der Allegro Film sowie Regisseur Andreas Prochaska, Kameramann Thomas W. Kiennast, Kostümbildnerin Natascha Curtius-Noss, Maskenbild Helene Lang und Roman Braunhofer, Musik Matthias Weber, Szenenbild Claus Rudolf Amler und Tongestaltung Dietmar Zuson, Christof Ebhardt und Tschangis Chahrokh zu ihren Preisen - eine solche Preisflut kann nur ein Zeichen für eine herausragende Qualität sein, die sich im Übrigen auch am nationalen und internationalen Kinomarkt bewährt hat.

Stellvertretend auch Gratulation an alle anderen Preisträger. Hervor zu heben ist insbesondere der Schauspielpreis für Erni Mangold, die in ihrer Rede gezeigt hat, dass ein respektables Alter nicht vor Wortwitz und Schlagfertigkeit schützt.
Auch der Preis für Hubert Saupers herausragenden Dokumentarfilm "We come as friends" (Produktion: KGP) soll ebenso nicht unerwähnt bleiben, wie die Preise für Bester Schnitt (Karina Ressler /Amour Fou), Bestes Drehbuch (Jessica Hausner/Amour Fou) und Bester männlicher Darsteller (Murathan Muslu/Risse im Beton).

Gleichzeitig hat richtiger Weise die Akademie die Gelegenheit genutzt, den im letzten Jahr so überraschend und tragisch verstorbenen österreichischen Regisseuren Florian Flicker und Michael Glawogger den verdienten Tribut zu zollen. Der stehende Applaus war ein Signal, dass die österreichische Filmgemeinschaft diese zwei herausragenden Kollegen nicht vergessen hat.

Natürlich ist ein solcher Abend auch immer Gelegenheit, die Filmwirtschaft auch in politischer Hinsicht zu positionieren. Hier haben Monika Willi und Martin Gschlacht in ihrer Ansprache auch politische Akzente gesetzt und daran erinnert, dass die letzte Akademiepreisverleihung unter dem Zeichen massivster Kürzungen der Kino- und Fernsehmittel des Österreichischen Rundfunks gestanden ist. Dies hatte damals die Filmwirtschaft massiv erschüttert - eine Erschütterung, die mangels Änderung der Rahmenbedingungen bis heute anhält.
Hier bleibt nur, Martin Gschlacht ausschnittsweise wörtlich zu zitieren:

"An die 1.500 Arbeitsplätze, nachhaltig gewachsene Infrastrukturen und der unglaubliche Stellenwert, den sich dieses kleine Filmland international erwirtschaftet hat, waren bedroht....Die großen Probleme sind dennoch ungelöst. Die Filmbranche muss weiterhin massive Reduktionen der Fernsehmittel des Österreichischen Rundfunks hinnehmen....Das viel zitierte Filmwunder Österreich wird deshalb im kommenden Jahr kleiner ausfallen. Das kann doch kein gemeinsam erklärtes Ziel sein? Setzen wir also all unsere Gesprächsbereitschaft und unsere Überzeugungen ein, um dieser schillernden Branche, um die man uns international so sehr beneidet, weiterhin eine gute Zukunft zu garantieren und die offene Frage einer Quotenregelung für heimisches Filmschaffen in einem besseren, weil präziseren Rundfunkgesetz zu lösen... !"

Dem ist nichts hinzu zu fügen.

Der Fachverband der Film- und Musikwirtschaft freut sich mit den Preisträgern, gratuliert der Akademie des Österreichischen Films für die hervorragende Organisation und hofft, dass auch in schwierigen budgetären Zeiten die für die Entwicklung des österreichische Films so wichtige Trojka aus Kulturförderung, aktiver Beteiligung des Öffentlich/Rechtlichen Rundfunks und die große kreative Kraft der österreichischen FilmproduzentInnen und Filmschaffenden erhalten -noch besser: weiterentwickelt - werden kann. (us)

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Werner Müller
Fachverband der Film- und Musikwirtschaft
Film and Music Austria
E: mueller@fama.or.at
H: +43 (0) 664/544 72 58
www.filmandmusicaustria.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0001