- 29.01.2015, 20:26:45
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62. Wiener Gemeinderat (11)
Subvention für die Nachwuchssportförderung
Utl.: Subvention für die Nachwuchssportförderung =
Wien (OTS) - GR Mag. Günter Kasal (FPÖ) wollte dem Antrag nicht
zustimmen, weil darin Erfolge im Mädchensport finanziell mehr belohnt
würden als im Bubensport. Er brachte einen Abänderungsantrag ein, mit
dem er die gleiche finanzielle Belohnung unabhängig vom Geschlecht
forderte.
GR Dr. Wolfgang Aigner (Klubungebundener Mandatar) sah in der
Subvention eine "geschlechtsspezifische Diskriminierung von
Burschen". Errungene Titel im Mädchensport könnten nicht "mehr wert"
sein als jene von Buben.
GR Christoph Peschek (SPÖ) hielt seine vorläufig letzte Rede im
Gemeinderat. Er bedankte sich für "die prägende Zeit"; trotz
unterschiedlicher Sichtweisen habe das Haus immer versucht, die Stadt
gemeinsam weiter zu entwickeln. Peschek habe sich seit jeher für die
Anliegen von Jugendlichen und Lehrlingen eingesetzt und zeigte sich
stolz auf das Erreichte: etwa die Wiener Ausbildungsgarantie, die
neue Berufsschule in der Embelgasse oder das Qualitätssiegel für
Lehrlingsbetriebe.
GRin Dr.in Jennifer Kickert (Grüne) verteidigte den Antrag und
bezog sich auf den "unüberwindbaren strukturellen Unterschied"
zwischen Burschen- und Mädchensport. Sportvereine seien maßgeblich
von Sponsorgeldern abhängig, diesbezüglich sei es für
Burschenmannschaften "zehnmal so leicht" an Gelder zu kommen. Mit der
verhandelten Subvention werde diese Ungleichheit zumindest in
geringem Maße ausgeglichen.
Abstimmung: Der Abänderungsantrag der FPÖ fand keine Mehrheit; die
Subvention wurde mehrstimmig beschlossen.
Subvention an den Fonds Kuratorium Wiener Jugendwohnhäuser für
das Jahr 2015
GRin Ing.in Isabella Leeb (ÖVP) zeigte sich erstaunt über die
"Arroganz" des Kuratoriums gegenüber einem Bericht des
Stadtrechnungshofes. Von den darin genannten zehn Empfehlungen habe
das Kuratorium nur drei umgesetzt. Die Geschäftsführung habe sich
vielmehr in hohem Maße uneinsichtig gezeigt. Leeb zählte
Rechtsstreitigkeiten zwischen dem Kuratorium und einem Architekten
genauso auf, wie hinterfragenswerte Gehaltsschemata und freiwillig
ausbezahlte Abfertigungen. Sie forderte auf, die Geschäftsführung des
Kuratoriums abzuberufen.
GR Dr. Wolfgang Aigner (Klubungebundener Mandatar) stellte die
"Hypothese" auf, dass die Stadt Wien kommunale Aufgaben nur deswegen
in Vereine auslagere, um sie der Kontrolle der Opposition zu
entziehen. Anfallende Kosten seien nebensächlich, würde die Rechnung
doch "dem Steuerzahler umgehängt".
Abstimmung: Die Subvention wurde mehrstimmig angenommen.
Subvention für das Projekt KulturlotsInnen
GR Ing. Mag. Bernhard Dworak (ÖVP) nannte die Subvention ein
"starkes Stück", schließlich würden für drei Personen je 33.000 Euro
aufgewendet.
GR Marianne Klicka (SPÖ) sagte, die Tätigkeit der KulturlotsInnen
sei "unbestritten". Zugang zu Kultur solle allen offen stehen.
Abstimmung: mehrstimmig angenommen.
Der 62. Wiener Gemeinderat endete um 20.03 Uhr.
(Forts.) esl/hie/fis
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