Mikl-Leitner: Übergangsquartiere "alte WU" und "Erdberg" werden aufgelöst

Antragsteller aus sicheren Herkunftsstaaten blockieren Asyl-System - Schnellverfahren könnte Entlastung schaffen Antragsteller aus sicheren Herkunftsstaaten blockieren Asyl-System - Schnellverfahren könnte Entlastung schaffen

Wien (OTS) - - "Die zwei Übergangsquartiere in der alten WU und in Erdberg in Wien werden - wie vereinbart - Ende Jänner 2015 aufgelöst", sagte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner. "Das habe ich mit Bürgermeister Michael Häupl vereinbart, und dazu stehe ich auch." Die Innenministerin dankt in diesem Zusammenhang dem Wiener Bürgermeister, Vizekanzler Reinhold Mitterlehner sowie vor allem auch den Wienerinnen und Wienern, die rund um die "alte WU" und das Quartier "Erdberg" immer wieder "aktiv an uns herangetreten sind und ihre Hilfe und Unterstützung angeboten haben. Dies zeigt einmal mehr, dass Österreich eine große Tradition der Hilfsbereitschaft hat", sagte Mikl-Leitner.

"Wir befinden uns aber - was die Asylantragszahlen betrifft -weiterhin in einer äußerst schwierigen Situation. Viele unschuldige Menschen sind auf der Flucht, weil sie von islamistischen Terroristen, Mördern und Vergewaltigern aus ihrer Heimat vertrieben werden. Die Zahl der Asylanträge ist dadurch im vergangenen Jahr enorm gestiegen", sagte die Innenministerin.

Klar sei aber auch, dass "wir unsere Solidarität und unser Engagement auf jene Menschen konzentrieren wollen, die auch wirklich unseren Schutz brauchen, wie eben Kriegsflüchtlinge", sagte Mikl-Leitner. "Gerade in einer Situation, in der ein ganzes Land darum ringt, jedem Kriegsflüchtling eine menschenwürdige Unterkunft zu bieten, ist es völlig inakzeptabel, wenn immer mehr Antragssteller aus ohnedies sicheren Herkunftsstaaten das System blockieren."

Allein im Monat Jänner haben bisher rund 1.000 Personen (Kosovo: 838 Asylanträge, Serbien: 51, Mazedonien: 18, Albanien: 13, Bosnien/Herzegowina: 8) aus sicheren Herkunftsstaaten im Balkanraum Asylanträge gestellt. Das sind mehr als ein Viertel aller Anträge (Anteil an den gesamten 3.539 Asylanträgen: 26,2 %).

"Das ist eine Entwicklung, der wir endlich Schnellverfahren entgegensetzen müssen, sonst erreicht langsam aber sicher auch das Verständnis und die Hilfsbereitschaft unserer Bürgerinnen und Bürger ihr Ende", sagte Mikl-Leitner. "Die Vorarbeiten für diese Schnellverfahren laufen seit Monaten. Jetzt müssen wir endlich in die Umsetzung gehen."

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