- 29.01.2015, 13:30:52
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Mikl-Leitner: Übergangsquartiere "alte WU" und "Erdberg" werden aufgelöst
Antragsteller aus sicheren Herkunftsstaaten blockieren Asyl-System - Schnellverfahren könnte Entlastung schaffen
Utl.: Antragsteller aus sicheren Herkunftsstaaten blockieren
Asyl-System - Schnellverfahren könnte Entlastung schaffen = =
Wien (OTS) - - "Die zwei Übergangsquartiere in der alten WU und in
Erdberg in Wien werden - wie vereinbart - Ende Jänner 2015
aufgelöst", sagte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner. "Das habe ich
mit Bürgermeister Michael Häupl vereinbart, und dazu stehe ich auch."
Die Innenministerin dankt in diesem Zusammenhang dem Wiener
Bürgermeister, Vizekanzler Reinhold Mitterlehner sowie vor allem auch
den Wienerinnen und Wienern, die rund um die "alte WU" und das
Quartier "Erdberg" immer wieder "aktiv an uns herangetreten sind und
ihre Hilfe und Unterstützung angeboten haben. Dies zeigt einmal mehr,
dass Österreich eine große Tradition der Hilfsbereitschaft hat",
sagte Mikl-Leitner.
"Wir befinden uns aber - was die Asylantragszahlen betrifft -
weiterhin in einer äußerst schwierigen Situation. Viele unschuldige
Menschen sind auf der Flucht, weil sie von islamistischen
Terroristen, Mördern und Vergewaltigern aus ihrer Heimat vertrieben
werden. Die Zahl der Asylanträge ist dadurch im vergangenen Jahr
enorm gestiegen", sagte die Innenministerin.
Klar sei aber auch, dass "wir unsere Solidarität und unser Engagement
auf jene Menschen konzentrieren wollen, die auch wirklich unseren
Schutz brauchen, wie eben Kriegsflüchtlinge", sagte Mikl-Leitner.
"Gerade in einer Situation, in der ein ganzes Land darum ringt, jedem
Kriegsflüchtling eine menschenwürdige Unterkunft zu bieten, ist es
völlig inakzeptabel, wenn immer mehr Antragssteller aus ohnedies
sicheren Herkunftsstaaten das System blockieren."
Allein im Monat Jänner haben bisher rund 1.000 Personen (Kosovo: 838
Asylanträge, Serbien: 51, Mazedonien: 18, Albanien: 13,
Bosnien/Herzegowina: 8) aus sicheren Herkunftsstaaten im Balkanraum
Asylanträge gestellt. Das sind mehr als ein Viertel aller Anträge
(Anteil an den gesamten 3.539 Asylanträgen: 26,2 %).
"Das ist eine Entwicklung, der wir endlich Schnellverfahren
entgegensetzen müssen, sonst erreicht langsam aber sicher auch das
Verständnis und die Hilfsbereitschaft unserer Bürgerinnen und Bürger
ihr Ende", sagte Mikl-Leitner. "Die Vorarbeiten für diese
Schnellverfahren laufen seit Monaten. Jetzt müssen wir endlich in die
Umsetzung gehen."
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