Fremdwährungskredite - Konsumenten stehen oft vor dem Nichts

Forderung nach fortlaufender Betreuungspflicht

Wien (OTS) - Tausende Häuselbauer haben ihre Existenz verspielt. Dazu Roman Umschweif vom Konsumentenschutz Verband Österreich: "Rechtlich sind diese Geschäfte in Österreich erlaubt. Aber die Kunden wurden von den Verkäufern leider nicht nachhaltig betreut welche ihnen diese Produkte verkauft haben. Viele Konsumenten haben zwischen 50.000 und 200.000 Euro verloren. Viele Familien stehen vor dem Ruin. Man sollte aus der Vergangenheit lernen und endlich eine fortlaufende Betreuungspflicht für Banken und Finanzberater gesetzlich regeln. Den wie sich gezeigt hat, fühlen sich diese Institutionen nicht einmal in der moralischen Verpflichtung ihre Kunden zu schützen. Betroffene Konsumenten sollten sich umgehend an einen vertrauenswürdigen Finanzberater wenden, um eine seriöse langfristige Lösung ihrer Finanzsituation zu erarbeiten."

Extreme Risken bei Währungsschwankungen und bei Börsenbewegungen

Bis 2008 waren endfällige Fremdwährungsdarlehen gerade bei Wohnungsfinanzierungen oder beim Hausbau die von den Banken bevorzugt empfohlene Finanzierungsform. Dabei wurden Kredite in Schweizer Franken aufgenommen, weil diese mit einer geringen Verzinsung besonders attraktiv gewirkt haben. Für die gesamte Laufzeit wären nur die Zinsen zu bezahlen gewesen. Am Ende sollte dann der ganze Kredit durch einen Tilgungsträger abgedeckt werden.

Tatsächlich sind die Kunden auf zwei Seiten hohe Risken eingegangen. Auf der einen Seite hat sich gezeigt, wie stark eine vermeintlich stabile Währung schwanken kann. Der Kurs vom Schweizer Franken hat sich für manche Kunden verdoppelt.

Auf der anderen Seiten wurden Tilgungsträger bespart, welche auch den extremen Schwankungen der letzten Jahre voll ausgeliefert waren. Viele hier verkauften Produkte haben einen großen Teil ihren erhofften Wertes eingebüßt.

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Pressestelle des Konsumentenschutz Verbandes Österreich
Lukas Bichl, Präsident
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