Abstimmgespräch des Verbandes der Bahnindustrie mit Verkehrsminister Alois Stöger

Volle Übereinstimmung in Grundsatzfragen

Wien (OTS) - Bundesminister Alois Stöger und das Präsidium des Verbandes der Bahnindustrie (Präsident Dr. Wolfgang Röss und Vizepräsident Dipl.-Ing. Thomas Karl) führten am 27. Januar 2015 ein intensives und konstruktives Gespräch und erörterten dabei sowohl industrie- und standortpolitische als auch verkehrspolitisch relevante Themen.

Österreichs Bahnindustrie ist im internationalen Vergleich deutlich überproportional aktiv und innovativ. Dies wird durch einen hohen Exportanteil von über 71 Prozent und den weltweit ersten Platz bei der Anzahl der bahnbezogenen Patente pro Einwohner belegt.

Verkehrsminister Stöger und die Repräsentanten der heimischen Bahnindustrie stimmen darin überein, dass diese Spitzenposition gehalten und möglichst noch ausgebaut werden soll. Dabei spielen innovative Referenzprojekte eine große Rolle. Bei der öffentlichen Beschaffung soll die Anwendung des Bestbieterprinzips gegenüber einer reinen Billigstbietersuche bevorzugt eingesetzt werden.

Die österreichische Bevölkerung belegt in der Europäischen Union bei der Nutzung des Schienenverkehrs den Platz eins, darüber hinaus kann Österreich auf einen hervorragenden Schienen-Güterverkehrsanteil von über 30 Prozent (bezogen auf Tonnenkilometer) verweisen. Trotzdem werden die Ziele des aktuellen Weißbuchs für den Verkehr in Richtung weiterer Verkehrsverlagerungen zugunsten emissionsärmerer und energieeffizienterer Verkehrsträger ausdrücklich unterstützt und entsprechend dem darin vorgesehenen Zeitplan weitergetrieben.

Betreffend das Vierte Eisenbahnpaket der Europäischen Union besteht Einigkeit in Bezug auf die hohe Bedeutung der sogenannten "Technischen Säule". Die dort formulierten Ziele einer Vereinheitlichung der europäischen Bahnsysteme und der technischen und betrieblichen Standards sowie der Vereinfachung von Zulassungsprozeduren werden sowohl von Bundesminister Stöger als auch vom Verband der Bahnindustrie unterstützt.

Im Hinblick auf eine positive Weiterentwicklung des Systems Bahn wurde schließlich vereinbart, auf dem Gebiet der fachspezifischen Ausbildung näher zusammenzuarbeiten.

Zum Verband der Bahnindustrie:

Der Verband der Bahnindustrie vertritt die Interessen des in Österreich überproportional stark vertretenen Wirtschaftszweiges der Bahnindustrie. Er setzt sich dabei auch für die ständige Verbesserung der Rahmenbedingungen für alle Arten des Schienenverkehrs ein.

Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit der Bahnen werden durch Forcierung europäisch einheitlicher technischer Standards und Zulassungsverfahren gefördert.

Gezielte Interessenvertretung und Öffentlichkeitsarbeit sowie das Eintreten für die beschleunigte Modernisierung von Infrastruktur, Fahrzeugen und Kundeninformationssystemen helfen bei der Neupositionierung der zukunftsorientierten Bahnsysteme.

Rückfragen & Kontakt:

Ing. Ronald Chodász
Geschäftsführer
Verband der Bahnindustrie
chodasz@bahnindustrie.at
T: 01/588 39 35
Mariahilfer Straße 37-39
1060 Wien

www.bahnindustrie.at

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