Bundespräsident Fischer betreibt Vogelstraußpolitik

Wien (OTS) - Mit großem Befremden hat die Israelitische Kultusgemeinde die gestrige Aussage von Bundespräsident Dr. Fischer im ZIB 2-Interview zum 70. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz vernommen: Die gestiegene Anzahl von wahrgenommenen antisemitischen Vorfällen in Österreich sei einer gewachsenen Sensibilität zuzuschreiben. Dies zeugt von einem eklatanten Mangel an Einfühlungsvermögen, aber auch von einer bewussten Verdrängung des Problems, spricht doch die Kultusgemeinde von einer drastischen Zunahme von 2013 auf 2014.

Angesichts der brutalen antisemitischen Übergriffe und Anschläge in Belgien und Frankreich, der massiv gestiegenen Vorfälle in ganz Europa, auch in Österreich, grenzt die Aussage des Herrn Bundespräsidenten an Verharmlosung. Im Gegensatz dazu haben sowohl die Innenministerin, Außenminister, als auch Justizminister und Unterrichtsministerin die Situation sehr ernst genommen und entsprechend reagiert.

Es ist eine Frage der Haltung vor der Realität die Augen zu verschließen oder sich ihr zu stellen.

Oskar Deutsch
Präsident
Israelitische Kultusgemeinde Wien

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