Wintertagung 2015: Bessere Kennzeichnung von Lebensmitteln mit Ei-Anteil

Geflügelbranche diskutiert Herausforderungen der Geflügelproduktion in Hatzendorf (Steiermark)

Wien (OTS) - "Beinahe jedes zweite in Österreich produzierte Ei wird in der Gastronomie, Hotellerie oder Lebensmittelindustrie verwendet. Herkunft und Qualität der Eier kann dabei nicht nachvollzogen werden. Die österreichische Landwirtschaft produziert nach höchsten Umwelt-und Tierschutzstandards. Billigimporte aus Drittstaaten wie zum Beispiel Eier aus Käfighaltung gefährden unsere bäuerliche Landwirtschaft und sind nicht im Sinne der österreichischen KonsumentInnen. Nur eine transparente Kennzeichnung verhindert, dass Eier aus Käfighaltung unbemerkt auf dem Tisch der KonsumentInnen landen. Klar ist: Mit ausländischer Billigware importieren wir auch Tierleid", so der Präsident des Ökosozialen Forums Stephan Pernkopf heute anlässlich des Fachtages Geflügelproduktion im Rahmen der Wintertagung 2015. ****

Auch der Obmann der Dachorganisation der österreichischen Geflügelwirtschaft (ZAG) Robert Wieser ortet hier dringend Nachholbedarf: "Wir fordern weiter ganz klar eine bessere Kennzeichnung von Lebensmitteln mit Eianteil und laden die Interessenvertreter zu Gesprächen ein. Eine klare Kennzeichnung muss im Sinne aller Beteiligten sein, nur so können wir die hohe Qualität unserer Produkte garantieren."

Auch das von der Branchenvertretung vorgelegte "All In One"-Programm zur kontinuierlichen Verbesserung in den Bereichen Tiergesundheit, Lebensmittelsicherheit und Tierwohl stand im Zentrum der Diskussionen des heutigen Fachtages. "Unser Programm wird von den Spitzenpolitikern und Handelsvertretern zwar als innovativ und zukunftsorientiert anerkannt. Das darin enthaltende Modell, das besonders engagierte Tierhalter belohnt und das für die besten Betriebe mehr Tiere im Stall erlaubt, wurde allerdings klar abgelehnt", so Wieser weiter, "ich rufe alle Vertreter des LEHs und der NGOs sowie die KonsumentInnen dazu auf, konsequent und verantwortungsbewusst zu handeln. Es muss klar sein, dass hohe Produktionsstandards und eine hohe Qualität auch höhere Lebensmittelpreise zur Folge haben. Wenn der Handel jetzt nicht kontinuierlich österreichisches Geflügelfleisch einkauft und so den Konsumenten den Mehrwert heimischer Produkte deutlich macht, dann verlieren wir mittelfristig gerade die Putenproduktion in Österreich."

Die Wintertagung des Ökosozialen Forums - die größte agrarische Informations- und Diskussionsveranstaltung Österreichs - findet von 26. bis 30. Jänner 2015 statt. Das detaillierte Programm der einzelnen Fachtage ist unter www.oekosozial.at nachzulesen.

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