NEOS: Heutiger Rechnungshofbericht untermauert NEOS-Anträge im heutigen Unterrichtsausschuss

Strolz: Regierung muss in Sachen Schulautonomie jetzt endlich Meter machen

Wien (OTS) - "Die Regierung muss in Sachen Schulautonomie jetzt endlich konkret Meter machen. Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Die Ministerin, die SPÖ, die ÖVP - alle reden sie drüber. Heute haben sie die Möglichkeit, für nächste Schritte ihre konkrete Zusage zu geben", fordert NEOS-Bildungssprecher Matthias Strolz die Regierungsfraktionen auf, ihre Lippenbekenntnisse endlich in konkrete Verbesserungen für die Schülerinnen und Schüler zu wandeln. Der Unterrichtsausschuss wird heute drei NEOS-Anträge behandeln, die mehr Schulautonomie fordern. Der heute erschienene Rechnungshofbericht zum Thema Schulversuche untermauert die Gestaltungsvorschläge der NEOS. Der Rechnungshof kritisiert den Wildwuchs an Schulversuchen als Ersatz für fehlende oder zu starre rechtliche Bestimmungen und reklamiert mehr Gestaltungsfreiraum und -verantwortung für die Schulen vor Ort.

NEOS präsentiert dem Unterrichtsausschuss im Nationalrat heute folgende drei Initiativen für eine "Mündige Schule":

Die sechs Stunden Co-Teaching an den Neuen Mittelschulen sollen in ein frei verfügbares Qualitätsbudget umgewandelt werden, über das die Schulleitungen in Rücksprache mit dem Schulgemeinschaftsausschuss autonom entscheiden können. Der punktuelle Einsatz von Co-Teaching wir von NEOS weiter empfohlen. Die Schulen sollen jedoch eigenständig entscheiden, ob sie einen Teil des Budgets beispielsweise in Sprachförderung, Bewegungsprogramme, Lerncoaching oder andere Maßnahmen investieren wollen. "Die Schulen kennen den Bedarf vor Ort selbst am besten. Ich habe mit der Frau Bundesministerin diesen Vorschlag auch schon persönlich besprochen. Auch die ÖVP-Landesschulratspräsidenten sind dafür. Gehen wir es konkret an", so Matthias Strolz.

Die Bestellung der Schulleitungen soll professionalisiert und entpolitisiert werden. Schulleiter_innen bekleiden eine zentrale Führungsfunktion. Für gelebte Schulautonomie ist es erfolgskritisch, die Schulleitung als Führungsfunktion zu denken und zu leben. Dies bedingt für NEOS ein neues Professionsverständnis für die Funktion und Rolle der Schulleitung. Die Ausbildung der Schulleiter_innen soll umfassend neu gestaltet werden, um den Anforderungen dieser verantwortungsvollen Funktion gerecht zu werden. Strolz: "Auch diese Vorschlag habe ich mit den Bildungssprechern der anderen Fraktionen und mit der Ministerin mehrfach diskutiert. Es gibt immer Kopfnicken. Es wäre also unverständlich, wenn diese Initiative heute keine Mehrheit findet. Diese Art von Blockadepolitik wäre inakzeptabel, da sie eindeutig zu Lasten der Schülerinnen und Schüler, der Eltern und der Pädagoginnen und Pädagogen ginge."

Einführung der Mittleren Reife mit 15 Jahren: NEOS arbeiten an einem Schulsystem, das sich nach den Potenzialen, Bedürfnissen und Talenten der Schülerinnen und Schüler ausrichtet. Die Aufgabe der Politik ist es dabei, Qualitätsziele vorzugeben, welche die Schulen erreichen müssen. Mit der Mittleren Reife soll definiert werden, bei welchen Lernzielen Jugendliche mit 15 Jahren ankommen sollen. "Das ist ein konsequentes Weitergehen auf jenem Weg, den wir mit der Umsetzung von Bildungsstandards bereits beschritten haben. Und es ist für uns NEOS eine wichtige Vorleistung, um den Schulen zukünftig weitere pädagogische, finanzielle und personelle Autonomie zugestehen zu können. Mein Wunsch ist, dass die Bildungswende von unten wächst, von den Schulen ausgehend. Damit aktivieren wir die dynamischen, innovativen, positiven Kräfte im Schulsystem. Und das haben wir dringend notwendig. Die werden derzeit durch Bürokratie, Parteipolitik und eine Misstrauenskultur ganz systematisch zurückgedrängt und frustriert. Damit muss Schluss sein", so Strolz abschließend.

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