Christian Ragger: ÖBB-Millionenauftragsvergabe ein Schock für arbeitslose Kärntner Bauarbeiter

Deutsch-Schweizer Konsortium gewinnt Ausschreibung für Koralmbahn-Teilstück

Klagenfurt (OTS) - "Der Kärntner Arbeitsmarkt, der ohnehin laufend negative Nachrichten liefert, erhält jetzt eine neue Hiobsbotschaft. Die rund 8 Kilometer lange Tunnelkette Granitztal mit dem Grutschen-Tunnel und der Einhausung Granitztal werden nicht österreichische Firmen mit einheimischen Arbeitern errichten, sondern ein deutsch-Schweizer Konsortium", teilt der Obmann der Kärntner Freiheitlichen LR Mag. Christian Ragger mit. "Das ist schwerer Schlag für Kärnten, wenn man weiß, dass derzeit rund 5.000 Kärntner Bauarbeiter arbeitslos sind. Sie dürfen jetzt zusehen, wie die Mitarbeiter der deutsch-Schweizerischen ARGE Hochtief und Implenia den rund 200 Millionen Euro teuren Bauauftrag bis 2020 abarbeiten werden.
Es sei klar, dass solche Projekte EU-weit ausgeschrieben werden müssen. "Angesichts der hohen Arbeitslosigkeit in der Baubranche ist es aber geradezu dramatisch, dass heimische Baufirmen am Heimatmarkt den Wettbewerb um einen so großen öffentlichen Großauftrag verlieren", erklärt Ragger. Es sei auch bezeichnend für die rot-grün-schwarze Koalition in Kärnten, dass sie dies kommentarlos hinnimmt. Kärnten sollte laut Ragger von den ÖBB eine Aufklärung über die Details diese Auftragsvergabe anfordern.
"In Summe ist bedauerlich, dass das wichtigste Infrastrukturprojekt in Kärnten, die Koralmbahn, an dem sich das Land finanziell mit 150 Mio Euro beteiligt hat, viel weniger positive Effekte auf den Arbeitsmarkt hat als erhofft. Denn bei anderen Teilstücken ließ es die ÖBB zu, dass zu fast 50 % Leiharbeiter aus Polen beschäftigt werden durften und damit ein erheblicher Teil der Wertschöpfung abfloss. Und jetzt werde dies noch verstärkt, indem der Auftrag überhaupt außer Landes geht.

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