BFA-Jahresbilanz 2014

64.477 Entscheidungen in 12 Monaten

Wien (OTS) - Im Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl (BFA) wurden 2014 insgesamt 64.477 Entscheidungen getroffen, davon 27.178 im Asylbereich und 37.299 im Bereich des Fremdenrechts. Der BFA-Direktor, Mag. Wolfgang Taucher präsentierte am 27. Jänner 2015 in Wien die BFA-Jahresbilanz 2014.

Die Bilanz 2014 des Bundesamts für Fremdenwesen und Asyl fällt trotz des außergewöhnlichen Anstiegs der Asylanträge im Jahresverlauf positiv aus. "Das BFA hat mit den über 64.000 Entscheidungen bereits im ersten Jahr das erreicht, was die damals zuständigen Behörden zuletzt geleistet haben", sagte der Direktor des Bundesamtes, Mag. Wolfgang Taucher. Es wurden 18.196 Statusentscheidungen nach dem Asylgesetz getroffen. 39 Prozent der Asylanträge wurden positiv beschieden, was vor allem auf die schwere humanitäre Krise in Syrien zurückzuführen war. Damit hat das BFA so viele Entscheidungen getroffen, wie das ehemalige Bundesasylamt im stärksten Jahr 2013. "Unser Amt war aufgrund der Erfahrungswerte auf rund 15.800 pro Jahr ausgelegt. Tatsächlich wurde diese Zahl mit rund 18.200 Asyl-Statusentscheidungen weit übertroffen", erklärte der BFA-Direktor. Weiters wurden 7.125 Verlängerungen des subsidiären Schutzes und 1.857 Aufenthaltstitel aus berücksichtigungswürdigen Gründen erteilt.

Für die Prüfung und Ausstellung von Fremden- und Konventionsreisepässen ist seit 1. Jänner 2014 ebenfalls das BFA zuständig. In diesem Zusammenhang wurden 2014 24.466 Dokumentenverfahren geführt. In der Planung des BFA ist man ursprünglich von nur 10.800 Dokumentenverfahren pro Jahr ausgegangen. Insgesamt erfolgten 2014 2.946 Außerlandesbringungen davon 1.619 Abschiebungen und 1.327 Dublin-Überstellungen. Bei der Zahle der zwangsweisen Außerlandesbringungen liegt das BFA im Bereich des Vorjahres. 2014 wurden um 12 Prozent mehr Dublin-Überstellungen (1.327) durchgeführt als 2013 (1.181). "Die Bilanz zeigt deutlich, dass im gesamten Jahr eine kontinuierliche Entwicklung stattgefunden hat. Die Erledigungen konnten in allen Kompetenzbereichen des BFA von Quartal zu Quartal gesteigert werden", erklärte Taucher.

Die Aus- und Fortbildungsmaßnahmen haben dazu einen wesentlichen Beitrag geleistet. 2014 gab es 104 Fortbildungsveranstaltungen mit 1.416 Teilnehmerinnen und Teilnehmern und 2.200 Ausbildungstagen. Dies ist vergleichbar mit einem rund 18-wöchigen Unterricht einer Klasse mit 25 Schülern. Neben allgemeinen theoretischen Schulungen zu den Rechtsmaterien wurden praxisnah und bedarfsorientiert unterschiedlichste Themen direkt vor Ort abgehandelt. An allen Regionaldirektionen des BFA erfolgten laufend praktische Einschulungen durch Fachexperten.

Das BFA startete 2014 mit 555 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnte bis Ende des Jahres deutlich erhöht werden. Es wurden 159 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (inkl. Lehrlinge) aufgenommen und es gab 25 Abgänge. Ende 2014 waren damit 689 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im BFA beschäftigt. Die ersten Erfahrungen im BFA und die zunehmenden Verfahren zeigen deutlich, dass zusätzliche personelle Ressourcen notwendig sind, um weiterhin Verfahren rasch führen zu können. Mit dem Verteidigungsministerium wurde diesbezüglich am 20. November 2014 ein Verwaltungsübereinkommen geschlossen. Die Personalrekrutierung läuft derzeit auf Hochtouren.

Das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl hat am 1. Jänner 2014 seine operative Arbeit aufgenommen und nimmt ein breites Aufgabenspektrum wahr - von erstinstanzlichen asyl- und fremdenrechtlichen Verfahren bis hin zur Erteilung von Aufenthaltstiteln aus berücksichtigungswürdigen Gründen. Im BFA wurden nicht nur Kompetenzen von über 190 Behörden zusammengeführt, sondern auch deren Aufgaben und Tausende Verfahren übernommen. "Diesen großen Herausforderungen der Verwaltungsreform wurde von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seit Bestehen des BFA mit gewaltigem Einsatz begegnet. Die Leistungen der BFA-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter spiegeln sich in der Jahresbilanz 2014 wider", sagte der BFA-Direktor.

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