Novelle zum Medizinischen Masseur und Heilmasseur Gesetz ist wichtiger Schritt in die richtige Richtung

Erweiterte Berufsmöglichkeiten für Masseure

Wien (OTS/PWK052) - Mit der Änderung des Medizinischen Masseur und Heilmasseur Gesetzes MMHmG, die am 21.1.2015 im Nationalrat beschlossen wurde, wird es den Medizinischen Masseuren und Heilmasseuren möglich, durch eine 80-stündige Zusatzausbildung die Spezialqualifikation "Basismobilisation" zu erwerben. Damit erhalten sie die Berechtigung, Patienten bei der Verbesserung ihrer Mobilität und im sicheren Umgang mit Gehhilfen zu unterstützen.

Weiters wurde die Durchlässigkeit der Gewerblichen Masseure in Richtung Heilmasseur verbessert, indem das vorgeschriebene Praktikum zur Ausbildung zum Medizinischen Masseur um 1/3 von 875 auf 580 Lehreinheiten gesenkt und somit der Zugang zur Heilmasseuraufschulung erleichtert wurde.

"Der Erfolg spricht für sich. Die jahrelange Beharrlichkeit der Bundesinnung, der Berufsgruppenvertretung der Gewerblichen Masseure und Heilmasseure, hat sich gelohnt und für die Gewerblichen Masseure und Heilmasseure viel erreicht", betont die Bundesinnungsmeisterin der Fußpfleger, Kosmetiker und Masseure, Dagmar Zeibig. Trotzdem seien noch Punkte offen. So fordert die Bundesinnung weiterhin:

- eine Gleichstellung der österreichischen Heilmasseurausbildung mit der Ausbildung in Deutschland indem die Inhalte der Spezialqualifikation "Basismobilisation" in der noch zu ergänzenden Ausbildungsverordnung MMHmG-AV so festgelegt werden, dass die Ausbildung der österreichischen Heilmasseure der Ausbildung in Deutschland gleichwertig ist und so die von der EU angestrebte Mobilität erreicht wird.

- eine noch stärker verkürzte Ausbildung für Gewerbliche Masseure, d.h. 400 Lehreinheiten Praxis statt derzeit 580

- eine verkürzte Ausbildung für Masseure, die die Lehrabschlussprüfung im Lehrberuf "MasseurIn" mit 600 Lehreinheiten Praxis absolviert haben.

"Wir sind sehr froh, dass es der Bundesinnung gelungen ist, die lange geforderte Erweiterung der Berufsmöglichkeit der Medizinischen und Heilmasseure durch die neue Spezialqualifikation "Basismobilisation" zu ermöglichen. Einerseits durch eine verbesserte Durchlässigkeit für die Gewerblichen Masseure hin zum Medizinischen und Heilmasseur durch die Verkürzung der Praxiszeit um 295 Stunden und andererseits der Heilmasseure zum Physiotherapeuten aufgrund der neuen Spezialqualifikation "Basimobilisation", unterstreicht Bundesinnungsmeisterin Zeibig.

"Aus Sicht der Bundesinnung sollten als nächster Schritt in der noch zu ergänzenden Ausbildungsverordung zum MMHmG im Zuge der Regelung der genauen Inhalte zur Spezialqualifikation "Basismobilisation" auch jene Inhalte aufgenommen werden, die aktuell die Differenz in der Ausbildung zwischen dem österreichischen Heilmasseur und dem deutschen Masseur und Medizinischen Bademeister ausmachen. Damit wäre sichergestellt, dass die von der Europäischen Union angestrebte Mobilität sowohl der selbständigen Dienstleister, als auch der Dienstnehmer unterstützt würde", so Zeibig.

Dies passiere vor dem Hintergrund, dass immer mehr österreichische Heilmasseure eine Aufschulung zum deutschen Masseur und Medizinischen Bademeister in Deutschland durchführen um einerseits neben einer selbständigen Tätigkeit in Österreich auch in Deutschland arbeiten und andererseits die verkürzte Ausbildung zum Physiotherapeuten absolvieren zu können. "Im Sinne einer Durchlässigkeit vom Heilmasseur zum Physiotherapeuten, einer Aufwertung der Weiterbildungsmöglichkeiten in Österreich und damit der Wertschöpfung wäre eine solche Erweiterung des Umfangs der Lehrinhalte "Mobilisation" dringend erforderlich", fordert die Bundesinnungsmeisterin. "Wir österreichischen Heilmasseure wollen so wie unsere Deutschen Kollegen unseren Patienten Grundzüge der Prävention und Rehabilitation sowie Bewegungserziehung anbieten dürfen.", so die Bundesinnungsmeisterin.

"Die Bundesinnung wird sich, wie bei dieser Gesetzesänderung auch schon, in Zukunft für eine weitere Verkürzung der Praxiszeiten im Rahmen der Ausbildung zum Medizinischen Masseur einsetzen. Die Forderung nach einem Stufenmodell -400 Lehreinheiten für Gewerbliche Masseure und 600 Lehreinheiten für Lehrlinge -bleibt somit aufrecht", unterstreicht Zeibig.(us)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Bundesinnung der FußpflegerInnen, KosmetikerInnen und MasseurInnen
Mag. Dagmar Zeibig
Tel.: 0664/2309045

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