GPA-djp zu profil-Bericht: "Menschenunwürdige Überwachung von Beschäftigten sofort beenden"

Auch WKO muss Verantwortung übernehmen

Wien (OTS/ÖGB) - "Die heute vom Magazin profil veröffentlichen Praktiken der Überwachung von Beschäftigten durch Detektivbüros im Auftrag von Unternehmen sind ungesetzlich und verstoßen gegen die Menschenwürde. Wir fordern an erster Stelle den Sportartikelhändler Sports Direct auf, derartige Bespitzelung von Beschäftigten sofort einzustellen," so der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) Wolfgang Katzian.++++

Konkret schildert profil einen Fall einer besonders menschenverachtenden Überwachung eines Beschäftigten, der sich aufgrund eines Burn-outs in einem Langzeitkrankenstand befand. Durch die heimliche Anbringung eines GPS-Ortungsgerätes am Privatfahrzeug des Betroffenen wurde ein nicht gesundheitsförderndes Verhalten unterstellt und eine fristlose Entlassung ausgesprochen.
"Die GPA-djp stellt in jüngster Zeit in ihrer Beratungstätigkeit die Häufung solcher ungesetzlicher Praktiken der Überwachung fest. Wir unterstützen jeden Betroffenen bei der Durchsetzung seiner Rechte. Wir gehen auch davon aus, dass im konkreten Fall der Sports Direct Beschäftigte, der vor Gericht von der GPA-djp vertreten wird, Recht bekommen wird und die Entlassung zurück genommen werden muss", so die Regionalgeschäftsführerin der GPA-djp Wien, Barbara Teiber.

"Sowohl die Praktiken von immer mehr Unternehmen als auch die Rolle von Detektivbüros, die offenbar in dieser Form der Überwachung ein neues Geschäftsfeld entdecken, können der Wirtschaftskammer als deren Interessenvertretung nicht gleichgültig sein. Es liegt auch in der Verantwortung der WKO, ethische Kriterien in der unternehmerischen Tätigkeit einzumahnen und diese menschenunwürdige und ungesetzliche Bespitzelung von Menschen einzustellen", so Katzian abschließend.

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