Walser zu Kurz: Strafdienste für Kinder und Jugendliche sind pädagogische Steinzeit

SPÖ und ÖVP im Wettrennen um die Gunst der Rechten

Wien (OTS) - "Sogenannte 'integrationsunwillige' SchülerInnen bestrafen zu wollen, ist nicht nur pädagogische Steinzeit, sondern auch ein bewusster Einstieg in einen xenophoben Diskurs", kritisiert der Grüne Bildungssprecher Harald Walser die gestrigen Aussagen von Integrationsminister Sebastian Kurz. Nach den indiskutablen Forderungen von Voves, Niessl und Entholzer von der SPÖ sah sich Kurz offenbar genötigt, noch schärfer nachzulegen, um die ÖVP im Kampf um das rechte Spektrum zu positionieren. "Das auf Kosten von Kindern zu machen, ist perfide und stellt einen Tiefpunkt in den Aussagen der letzten Tage von SPÖ und ÖVP-Funktionären dar", so Walser. Ganz abgesehen davon, dass keiner der Herren bislang definiert habe, was denn unter 'Integrationsunwilligkeit' zu verstehen sei.

"Dort wo der Integrationsminister konstruktive Vorschläge macht, ist er völlig unglaubwürdig", verweist Walser darauf, dass Kurz offenkundig kein Problem damit hat, dass seine ÖVP im Parlament in den letzten Wochen genau jene Grünen Vorschläge abgelehnt hat, die er publikumswirksam präsentiert: Ethikunterricht für alle und Politische Bildung als Pflichtfach. "Es wäre besser, wenn Kurz seine eigene Partei dazu bringen würde, sich diesen Forderungen anzuschließen. Ansonsten soll er sich überdies künftig aus pädagogischen und schulischen Belangen raushalten", so Walser.

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