FPÖ-Fuchs: Wifo-Chef Aiginger bestätigt freiheitliche Forderungen für eine Steuerreform

Das EZB-Anleihenkaufprogramm werde die Wirtschaft nicht ankurbeln, das kategorische "Nein" Aigingers zu einem "Grexit" sei nicht nachvollziehbar

Wien (OTS) - "Eine Steuerreform muss rasch kommen, der Faktor Arbeit entlastet und für die Bezieher niedriger Einkommen müssen die Sozialabgaben reduziert werden: Bei uns rennt Wifo-Chef Karl Aiginger mit solchen Forderungen offene Türen ein", betont der freiheitliche Steuerexperte und Finanzsprecher NAbg. DDr. Hubert Fuchs in Zusammenhang mit den Aussagen Aigingers in der Ö1-Radioreihe "Im Journal zu Gast". Durch die massiven Sozialabgaben würden die niedrigen Einkommensbezieher überproportional belastet. Eine Lohnsteuersenkung allein sei für sie nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Fuchs verweist erneut auf das freiheitliche Entlastungsmodell (www.steuernrunter.at), das neben der Neugestaltung der Tarifstufen, der Einführung eines "Familiensplittings" und der automatischen Anpassung der Steuerstufen an die Inflation unter anderem eine Reduktion der Sozialversicherungsbeiträge für untere Einkommensbezieher vorsehe.

Was die hohen Erwarten Aigingers an die Effekte des 1,14 Billionen schweren Anleihenkaufprogramms der EZB betreffe, seien diese wohl von "Zweckoptimismus" getragen. "Das Anwerfen der Gelddruckmaschine durch die EZB wird die schwächelnde Wirtschaft nicht ankurbeln. Das Geld wird vor allem in Aktien und Immobilien fließen, was zusätzlich zu einer Preisblase führen wird", warnt Fuchs. Gewinner des Anleihenkaufprogramms seien Schulden-Staaten, die ihre Risiken anderen zuschieben könnten, und Banken, die Gewinne einfahren bzw. zumindest Bilanzlöcher stopfen würden.

Kein Verständnis hat der FPÖ-Finanzsprecher und Steuerexperte auch für das kategorische "Nein" Aigingers zu einem "Grexit": "Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende", so Fuchs. "Und dass wir irgendwann einmal Schuldenpapiere von Griechenland kaufen sollen, wie Aiginger sich das vorstellt, kommt nicht in Frage. Die österreichischen Steuerzahler haben jedenfalls bereits genug 'geblutet'", betont Fuchs.

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