"profil": Khol: "Natürlich sind wir ein Einwanderungsland"

Khol weist Kritik der Kirche zurück

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" nimmt der frühere Nationalratspräsident und Seniorenbund-Obmann Andreas Khol zu den jüngsten Debatten in der ÖVP über Islam, Schwulen- und Lesben-Rechte sowie Fortpflanzungsmedizin Stellung. Laut Khol "gehört der Islam historisch, formal und kulturell zu Österreich". Er könne "aus vollem Herzen" bejahen, dass Österreich eine Multi-Kulti-Gesellschaft sei. Khol: "Was wäre Österreich ohne Volksgruppen, ohne seine Zuwanderer und ohne seine Auswanderer." Zum Thema Immigration sagt Khol im "profil"-Interview: "Natürlich sind wir ein Einwanderungsland."

Kritik übt der Seniorenbund-Obmann an der jüngsten Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs, dass auch homosexuelle Paare Wahlkinder adoptieren dürfen. Dies sei "nicht begründet". Als "Demokrat" habe er "eine derartige Entscheidung zu akzeptieren".

Vehement verteidigt Khol "als praktizierender Christ" das neue Fortpflanzungsmedizin-Gesetz. Kritik von kirchlicher Seite an der ÖVP weist er in diesem Zusammenhang zurück: "Kluge katholische Würdenträger müssten unsere Position nachvollziehen können." Die ÖVP pflege "ein korrektes Verhältnis zu den Bischöfen". Entscheidungen treffe aber nicht die Kirche, sondern die Politik.

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