Sidl/Laimer: SPÖ NÖ fordert Bildungs- und Sozialpaket gegen Terrorismus

"Aufrüstung" alleine löst Parallelgesellschaften nicht auf

St. Pölten (OTS) - "Sicherheitsmaßnahmen gegen Extremismus und Terrorismus sind notwendig - wenn man sich die Entwicklungen in Europa ansieht, wo in einigen Vororten von großen Metropolen bereits 'Gesetzlosigkeit' herrscht, dann darf hier nicht bagatellisiert werden", erklärt SPÖ NÖ Landesgeschäftsführer Robert Laimer:
"Allerdings löst 'Aufrüstung' alleine die Parallelgesellschaften nicht auf. Hier braucht es umfassendere Lösungen: Es darf kein Maßnahmenpaket gegen Extremismus ohne Bildungs- und Sozialpaket geschnürt werden!"

"Bei Menschen die gut ausgebildet sind und am Wohlstand einer Gesellschaft teilhaben können, ist die Gefahr einer Radikalisierung weniger gegeben. Junge Menschen ohne Perspektive im Leben sind in einer demokratischen Gesellschaft leichter anfällig für Populisten und werden sich über kurz oder lang einem anderen System, einer anderen Gesellschaftsform zuwenden", erklärt der Jugend- und Integrationssprecher der SPÖ NÖ, Dr. Günther Sidl. Für ihn ist es in diesem Zusammenhang auch wichtig, die Mittel für Entwicklungszusammenarbeit zu erhöhen.

"Es gibt keinen Ort, an dem Extremisten nicht ihre Gefolgsleute rekrutieren. Deshalb ist Prävention - etwa in der Schule - so wichtig", sagt Laimer: "Denn diese oft sehr jungen Menschen, sollen sich nicht aus der Gesellschaft entfernen, sondern vielmehr ihren Platz finden." Bildung schaffe Verständnis, so Laimer weiter:
"Sprache und Kommunikation sind zentrale Faktoren für ein Miteinander und die Antithese zu einer Parallelgesellschaft, die sich leider immer stärker verankert."

Sidl spricht die Wichtigkeit einer aktiven Sozialpolitik und "menschlichen Wirtschaftens" an: "Nur so können wir langfristig den Frieden in Europa bewahren und absichern. Massenarbeitslosigkeit und die darauf folgende Massenarmut haben immer - wie uns die Geschichte zeigt - die Menschen verroht. Deshalb dürfen wir es nicht zulassen, dass durch 'Parallelwelten' das Friedensprojekt EU gefährdet oder gar zerstört wird."

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