APA-DeFacto-Politikerranking: Wer hat die Top-Medienpräsenz?

Wöchentlich im Politik-Channel von APA-OTS: die Top 20 der österreichischen Politikerinnen und Politiker - Kurz, Faymann und Mitterlehner aktuell vorne

Wien (OTS) - Ab sofort ist das aktuelle wöchentliche Präsenzranking heimischer Politikerinnen und Politiker auf http://www.ots.at/politikerranking kostenlos abrufbar. APA-DeFacto erstellt das Ranking aufgrund der Anzahl der Nennungen von Politikerinnen und Politikern in allen österreichischen Tageszeitungen im Verlauf der vergangenen Woche. Die aktuellen Daten zeigen, wer die mediale Bühne von 16.01. bis 22.01.2015 am stärksten nutzen konnte, wer zurückgefallen ist und wer sich gegenüber letzter Woche neu positionieren konnte.

Die stärkste Medienpräsenz verzeichnete in der vergangenen Woche Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP). Kurz, der auch die österreichischen Integrationsagenden verantwortet, befasste sich erneut mit dem umstrittenen "König Abdullah Bin Abdulaziz Zentrum für Interreligiösen und Interkulturellen Dialog" (KAICIID). Hintergrund der aktuellen Kritik sind Menschenrechtsverletzungen rund um die Auspeitschung eines Bloggers in Saudi-Arabien, dem Financier des Zentrums. Außenminister Kurz setzte sich vergangene Woche mit dem saudischen Vize-Außenminister in Verbindung, um eine Begnadigung des Bloggers zu bewirken. Auch mit Vertretern der EU und der UNO sprach Kurz über die Causa. In weiterer Folge legte am Freitag die Leiterin des Zentrums, Ex-Justizministerin Claudia Bandion-Ortner, nach einem Gespräch mit Kurz ihre Funktion nieder. Außenminister Kurz spricht sich nun - wie auch Bundespräsident Fischer - für einen "Neustart" des KAICIID aus. "Wenn das Zentrum eine Zukunft haben will, muss es die Chance auf eine Neuaufstellung nutzen", so Kurz zur "Presse am Sonntag". Wichtig sei ihm, betonte Kurz, dass das KAICIID die Religionen in den Mittelpunkt stelle und sich für Religionsfreiheit einsetze. Außerdem solle das Zentrum künftig unabhängig von Saudi-Arabien agieren.

Als Neueinsteiger der Woche positionierte sich der burgenländische Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) auf Platz neun. In Sachen Schulreform widersprach Niessl vergangene Woche seiner Parteikollegin Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek vehement: Er sei gegen den von der Ministerin eingebrachten Vorschlag, eine Mindestzahl von Schülern pro Schule festzulegen. Dies hätte die Schließung zahlreicher Kleinschulen in den Bundesländern zur Folge. Heinisch-Hosek hatte zur Entlastung der Verwaltung eine Mindestzahl von 300 Schülern für Neue Mittelschulen und Gymnasien vorgeschlagen. "Das werde ich mit Sicherheit nicht akzeptieren", sagte Niessl gegenüber der "APA". Den Verwaltungsaufwand von 2,5 Millionen Euro nehme er gerne in Kauf um "den ländlichen Raum zu stärken", argumentierte der Landeshauptmann. Im Burgenland erfüllen nur fünf der 41 Neuen Mittelschulen die Anforderung.

Als Teil der Arbeitsgruppe zur Schulreform befasst sich Niessl seit Montag noch intensiver mit bildungspolitischen Themen und fordert unter anderem mehr Autonomie für die Schulen. So sollen etwa Direktoren ihre Lehrer selbst auswählen können. Einen parteiübergreifenden Konsens zum Thema Gesamtschule hält er für unrealistisch.

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