Vladyka: Einkommen sind ungleich verteilt

Frauen sind nach wie vor deutlich benachteiligt

St. Pölten (OTS/SPI) - Dem Thema Einkommen und der Verteilung von Einkommen widmete sich SPNÖ-Sozialsprecherin LAbg. Christa Vladyka in der jüngsten Landtagsdebatte. "Es liegt nicht nur dem Landtag der aktuelle Einkommensbericht 2014 des Rechnungshofes vor, sondern diese Woche wurde auch der aktuelle Sozialbericht präsentiert. Beide Berichte zeichnen ein übereinstimmendes und leider nicht gerade positives Bild: Die Einkommen der ArbeitnehmerInnen sind nur sehr mäßig gestiegen, die Einkommen sind zwischen Männern und Frauen höchst ungleich verteilt und die Teilzeitbeschäftigung nimmt stetig zu", so LAbg. Vladyka. "Laut dem Einkommensbericht des Rechnungshofes betrug ein mittleres Bruttojahreseinkommen im Jahr 2013 25.767 Euro. Das mittlere Einkommen von Frauen betrug aber nur 60,9 % des mittleren Einkommens von Männern. In der Privatwirtschaft ist der Unterschied besonders krass, Angestellte verdienen hier nur 51 % des Einkommens ihrer männlichen Kollegen, Arbeiterinnen gar nur 43 %. Das liegt aber nur zum Teil daran, dass besonders Teilzeitarbeit und atypische Beschäftigungsverhältnisse weiblich sind - immerhin sind 84 % aller Teilzeitbeschäftigten und 70 % aller atypisch Beschäftigten Frauen. Der Bericht zeigt zudem auch auf, dass sich das Verhältnis der männlichen und weiblichen Einkommen seit 1998 nicht wirklich verbessert hat, betrug es damals 60,6 Prozent des Männereinkommens, sind es heute 60,9 %", machte Vladyka die Zahlen deutlich.

Untermauert werden diese Zahlen auch durch den brandaktuellen Sozialbericht: "Auch der Sozialbericht belegt, dass die Schere zwischen Arm und Reich in Österreich immer weiter aufgeht, dass die Zahl der Teilzeitbeschäftigten zum Teil besorgniserregend steigt und dass Frauen nach wie vor deutlich benachteiligt sind. Besonders drastisch zeigt dieser Bericht auf, dass die Arbeitseinkommen deutlich geringer gestiegen sind als die Gewinne und Vermögenseinkommen und dass die Abgabenlasten zwischen Arbeitseinkommen und Unternehmens- und Vermögenseinkommen höchst ungleich verteilt sind. Wir brauchen daher eine rasche Umsetzung der Steuerreform, kräftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, eine Erhöhung der KV-Mindestlöhne, die Verminderung der Teilzeitquote, verbesserte Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, eine noch stärkere Förderung von Frauen in klassischen 'Männerberufen' und eine Bildungsoffensive für schlecht qualifizierte ArbeitnehmerInnen. Nur wenn all diese Maßnahmen umgesetzt werden, können wir darauf hoffen, dass es in den nächsten Berichten endlich eine positive Entwicklung ablesbar ist", so Vladyka abschließend.

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