Aubauer: Hospiz ist für alle da - gemeinsam zu konkreten Ergebnissen kommen!

Vorsitzende der Enquete-Kommission "Würde am Ende des Lebens" eröffnet letzte öffentliche Sitzung

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Es ist Zeit zu handeln: Bei den bisherigen Beratungen der Enquete-Kommission haben sich erschreckende Lücken in der Hospiz- und Palliativversorgung gezeigt, umriss heute, Freitag, die Vorsitzende der Enquete-Kommission "Würde am Ende des Lebens" Abg. Mag. Gertrude Aubauer bei der letzten öffentlichen Sitzung der Enquete-Kommission im Nationalratssitzungssaal die bisherigen Beratungen. "1.000 Kinder brauchen Hospiz- und Palliativversorgung, der gesamte Ausbaugrad liegt erst bei 50 Prozent. Es geht nun darum, den erfolgreichen österreichischen Weg weiter zu gehen, Rechtssicherheit zu gewährleisten und die Hospiz- und Palliativversorgung wesentlich zu stärken. Die dafür erforderlichen Mittel stehen in keinem Verhältnis zur gesamtgesellschaftlichen Bedeutung des Themas", zeigte sich Aubauer überzeugt.

Einen klaren Handlungsauftrag gebe es auch bei der Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht, also im Bereich der Selbstbestimmung und der Vorsorge, die heute am Vormittag diskutiert werden. Nur zirka vier Prozent der österreichischen Bevölkerung haben eine registrierte Patientenverfügung, mit der bestimmte medizinische Behandlungen vorweg abgelehnt werden können und nur zwei Prozent eine Vorsorgevollmacht. Am Nachmittag wird die Möglichkeit einer verfassungsrechtlichen Verankerung insbesondere des Verbots der Tötung auf Verlangen und eines sozialen Grundrechts auf würdevolles Sterben debattiert.

Bereits vergangenen Juli habe man sich die Aufgabe gestellt, das Tabu-Thema "Sterben" ins Zentrum der Politik zu holen, erläuterte Aubauer. "Es ist uns gelungen, dazu eine breite verantwortungsbewusste Diskussion in Gang zu setzen", dankte die Abgeordnete jenen 674 Bürgerinnen und Bürgern, die per Mail ihre Stellungnahme gesendet haben. Mehr als 100 Expertinnen und Experten haben ihr Wissen und ihre Erfahrungen zur Verfügung gestellt. Insgesamt habe sich ein großer Konsens gezeigt. "Wir wollen gemeinsam zu konkreten Ergebnissen kommen."

Nach dieser letzten öffentlichen Sitzung plant das Gremium einen Endbericht an den Nationalrat mit konkreten Empfehlungen. Die Einsetzung der Enquete-Kommission beschloss der Hauptausschuss des Nationalrats im Juni 2014 mit den Stimmen aller Fraktionen. In der ersten Sitzung Mitte September wurde der Fahrplan festgelegt. Zusammengesetzt ist die Enquete-Kommission aus 18 stimmberechtigten Nationalratsabgeordneten aller Parteien nach Mandatsstärke und sechs Bundesrät/innen in beratender Funktion. Die Kommission wird in ihrer Arbeit inzwischen von mehr als 100 Expertinnen und Experten unterstützt.
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