Weidenholzer: Barbarische Folterstrafen in Saudi-Arabien müssen sofort beendet werden

SPÖ-Europaabgeordneter mitinitiiert Schreiben an Hohe Vertreterin für Außen- und Sicherheitspolitik im Fall Raif Badawi

Wien (OTS/SK) - "Der Fall Raif Badawi ist kein Einzelschicksal, sondern ein trauriges Beispiel für die unmenschliche Praxis des Strafens in Saudi-Arabien", sagt Josef Weidenholzer, sozialdemokratischer Menschenrechtssprecher im EU-Parlament. Der saudi-arabische Blogger Raif Badawi wurde aufgrund einer öffentlichen Äußerung über die Gleichwertigkeit der Weltreligionen zu 10 Jahren Haft und 1000 Peitschenhieben verurteilt. Über 20 Wochen soll Badawi jeden Freitag für das Gebrauchmachen des Rechts auf Meinungsfreiheit 50 Peitschenschläge erhalten. Zuletzt wurde die Bestrafung aufgrund seines labilen Gesundheitszustands ausgesetzt. Um diese Barbarei zu beenden, wenden sich Weidenholzer und über 100 seiner EU-ParlamentskollegInnen nun mit einem gemeinsamen Brief an die Hohe Vertreterin der Union für Außen- und Sicherheitspolitik Frederica Mogherini.****

"In unserem gemeinsamen Schreiben fordern wir Mogherini dazu auf, im Namen der Union und ihrer Mitgliedsstaaten unverzüglich tätig zu werden und alle ihr zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zu nutzen, um diesen Grausamkeiten ein Ende zu setzen", erklärt Weidenholzer. Auspeitschen als Bestrafung sei laut Weidenholzer klare Folter. Er weist darauf hin, dass abgesehen vom menschlichen Leid damit auch die Anti-Folter-Konvention der Vereinten Nationen, die auch Saudi-Arabien ratifizierte, verletzt werde.

Sofern es sein Gesundheitszustand zulässt, erwarten den kritischen Blogger Raif Badawi morgen weitere 50 Peitschenhiebe.(Schluss)sc

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