SPÖ-Bauern zu TTIP: "Nein zur Gefährdung unserer Standards" - ÖVP outet sich als TTIP-Fan

Etzenberger: Gegen Anschlag auf Lebensmittelsicherheit und regionale Marken - Aktiv in Verhandlungen einbringen, statt Werbetrommel für umstrittenes Abkommen rühren

Wien (OTS/SK) - Der Bundesobmann der SPÖ-Bauern, ÖR LKR Josef Etzenberger, zeigt sich heute, Donnerstag, verwundert über die gestrigen positiven Aussagen von ÖVP-Agrarsprecher und Bauernbund-Chef Auer zum Thema TTIP. "Während die SPÖ-Bauern klar Nein zu einem Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU sagen, das unsere hohen Umwelt- und Lebensmittelstandards gefährdet, rührt die ÖVP die Werbetrommel für das umstrittene Abkommen". ****

Für die SPÖ-Bauern ist klar, dass TTIP nicht dazu führen darf, dass die hohen österreichischen Standards, aber auch die regionalen Marken samt geografisch geschützten Angaben wie etwa "Tiroler Speck" nicht gefährdet werden dürfen. "Mit der Sicherheit unserer Lebensmittel und der Gesundheit der Menschen spielt man nicht", betonte Etzenberger. Umso mehr sei daher das Verhalten der ÖVP und der schwarzen BauernbundvertreterInnen zu kritisieren, die sich zuletzt als Fans des umstrittenen Abkommens geoutet hätten. "ÖVP-Chef Mitterlehner hat mit seinem Bekenntnis 'Einziger in der Bundesregierung zu sein, der positiv zu dem Abkommen steht' ein Alleinstellungsmerkmal, das angesichts der vielen Gefahren von TTIP in Wahrheit eine negative Auszeichnung ist, um die ich ihm nicht neidig bin", sagte Etzenberger.

Mit Bundeskanzler Werner Faymann hätten all jene, die gegen ein Aushöhlen unserer rot-weiß-roten Standards und gegen Sonderklagsrechte sind, die Konzerne noch mächtiger machen, einen starken Fürsprecher, betonte Etzenberger. "Die ÖVP wäre gut beraten, sich jetzt - so wie die SPÖ - aktiv in die Verhandlungen zu TTIP einzubringen, um Verschlechterungen abzuwenden. Die Bevölkerung erwartet sich zu Recht, dass wir einen Anschlag auf den Feinkostladen Österreichs verhindern und uns für eine regionale, ökologische und gesunde Landwirtschaft einsetzen", sagte Etzenberger mit Verweis auf eine aktuelle IFES-Umfrage, wonach über zwei Drittel der Bevölkerung wollen, dass sich die Regierung aktiv in die Verhandlungen zu TTIP einbringt. (Schluss) mb/sc

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