FPÖ-Karlsböck für faire Studienplatzverteilung statt Beschränkungen

Studienbeschränkungen sind wenig treffsicher und Zeichen von Ratlosigkeit

Wien (OTS) - Der Vorsitzende des Wissenschaftsausschusses und freiheitliche Wissenschaftssprecher, NAbg. Dr. Andreas F. Karlsböck, plädiert angesichts der drohenden Unterversorgung mit Psychologen für eine faire Studienplatzverteilung statt undurchdachter Studienbeschränkungen und wiederholt seine Forderung nach EU-Ausgleichszahlungen für ausländische Studierende.

"Wieder einmal herrscht Alarmstimmung, diesmal wegen der drohenden psychologischen Unterversorgung", greift Karlsböck die Panikstimmung unter Österreichs Psychologen auf, um das Problem als "hausgemacht" zu kritisieren. Im Unterschied zum Medizinstudium habe man hier keine fixe Quote für österreichische Studierende fixiert, sodass mittlerweile knapp 50 Prozent aller Psychologiestudienplätze von Deutschen besetzt würden, die in ihrer Heimat immer weniger Studienangebote vorfänden. Verschärfend komme hinzu, dass acht von zehn dieser mit österreichischem Steuergeld alimentierten Studierenden nach ihrer Graduierung wieder in ihre deutsche Heimat zurückkehrten, betont der FPÖ-Wissenschaftssprecher.

Statt dieser Fehlentwicklung durch eine Quotenregelung einen Riegel vorzuschieben, werde der Ruf nach Zugangsbeschränkungen laut, die aber stets mit dem Risiko einer fatalen Fehlauslese verbunden seien, so Karlsböck. Denn Studienbeschränkungen seien wenig treffsicher, und oftmals entscheide der Zufall oder die Tagesverfassung über ein ganzes Berufsleben. Das sei unfair und nur Ausdruck von Ratlosigkeit und gelte auch für das Studium der Rechtswissenschaften, wo ebenfalls Beschränkungen angedacht würden.

Der FPÖ-Wissenschaftssprecher fordert vielmehr eine nachhaltige und faire Studienplatzfinanzierung. Um zu verhindern, dass heimischen Studierenden aus dem Zustrom ausländischer Studierender - sei es in der Medizin, der Psychologie oder anderen überlaufenen Disziplinen -Nachteile erwüchsen, seien mehr Studienplätze zu finanzieren. Das sei wiederum nur möglich, wenn Österreich Ausgleichszahlungen für jene ausländischen Studierenden erhalte, die einen heimischen Studienplatz in Anspruch nähmen. Eine breite Einigung auf europäischer Ebene sei in diesem heiklen Bereich unverzichtbar. "Dazu muss man aber Farbe bekennen und entsprechend selbstbewusst und überzeugend in die Verhandlungen treten. Genau das vermisse ich vonseiten der heimischen Bundesregierung", betont Karlsböck.

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