Fortpflanzungsmedizingesetz - Stronach/Franz warnt: Eugenik wird gesellschaftsfähig

Mit welchem Recht können wir über Leben und Tod entscheiden?

Wien (OTS) - Ein klares "Nein" zur geplanten Änderung des Fortpflanzungsmedizingesetzes kommt von Team Stronach Gesundheitssprecher Dr. Marcus Franz. "So wird Eugenik gesellschaftsfähig, das ist eine Verharmlosung der Abtreibung!", warnte er und brachte einen Antrag ein, wonach die Definition des Menschen bereits ab der Befruchtung der Eizelle gelten solle.

Mit der Präimplantationsdiagnostik würden Kinderrechte ignoriert, die in der Bundesverfassung und in der UNO-Charta festgeschrieben sind, "denn es geht offensichtlich nur um die Wünsche der Eltern!" Kritik gab es von Franz für die ÖVP - "sie ist keine Familienpartei mehr!" und für die SPÖ. Der Sozialdemokrat Julius Tandler etwa sei bekennender Eugeniker gewesen.

Die Präimplantationsdiagnostik ist laut Franz keine Diagnostik, nein, "wir entscheiden dadurch zwischen wertem und unwertem Leben!" Dies sei ein schreckliches Signal für Menschen mit Behinderung und "verabscheuungswürdig!" Zudem entspreche die Präimplantationsdiagnostik nicht der Ethik. "Mit welchem Recht können wir über Leben und Tod entscheiden?", fragte der Team Stronach Gesundheitssprecher und erinnerte, dass es viele behandelbare genetische Defekte gibt.

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