ÖGB-Anderl: Wir fordern Einkommen, mit denen man auskommen kann

Entlastung führt zu Wirtschaftswachstum

Wien (OTS) - "Das Vermögen in Österreich ist ungleich verteilt. Das beweist nicht nur der heute veröffentlichte Sozialbericht. Die Folgen der Wirtschaftskrise haben sich nicht - wie gerne kommuniziert wird -moderat auf die Menschen ausgewirkt, sondern deutliche Spuren hinterlassen." Dieses Fazit zieht die Vizepräsidentin und Bundesfrauenvorsitzende des ÖGB, Renate Anderl.++++

So steigen etwa seit drei Jahrzehnten die Unternehmens- und Vermögenseinkommen stärker als die Einkommen aus Arbeit. "Die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen klafft bei uns - auch im EU-Vergleich - weit auseinander. Daher brauchen wir dringend Maßnahmen um Armut zu bekämpfen und mehr Gerechtigkeit zwischen Männern und Frauen zu erreichen." Als wesentlichen Schritt in diese Richtung sieht Anderl die Umsetzung von einem kollektivvertraglichen Mindestlohn von 1.500 Euro in allen Bereichen, denn "es kann nicht sein, dass es in Österreich Menschen gibt, die trotz Erwerbstätigkeit armutsgefährdet sind".

Kinderbetreuung schafft Wahlfreiheit

"Um Eltern, vor allem den Frauen, die ja nach wie vor den Löwinnenanteil der familiären Betreuungsarbeit leisten, tatsächliche Wahlfreiheit zu bieten, müssen wir unsere Anstrengungen zum weiteren Ausbau flächendeckender, ganztägiger und qualitativ hochwertiger Kinderbildungseinrichtungen verstärken. Nur so ermöglicht man Frauen, einen Vollzeitjob anzunehmen, der eine ausreichende Pension sichert", fasst Anderl zusammen. Nicht nur die 882.184 Unterschriften hätten gezeigt, dass es hoch an der Zeit wäre, die Menschen zu entlasten. Auch der aktuelle Sozialbericht würde das verdeutlichen.

"Wir brauchen dringend eine Senkung des Einstiegssteuersatzes, wir brauchen dringend eine Anhebung der Negativsteuer und wir brauchen dringend eine gerechtere Aufteilung von Vermögen", bringt die ÖGB-Vizepräsidentin auf den Punkt.

Entlastung führt zu Wirtschaftswachstum

"Faire Einkommen helfen nicht nur den Menschen, sie helfen auch Budgetlöcher zu stopfen. Gerade bei Beschäftigten mit niedrigen Löhnen landet das Geld nicht auf Sparbüchern, sondern letztlich in der Wirtschaft. Jeder zusätzliche Euro fließt in den Konsum und schafft so Beschäftigung und damit auch Steuereinnahmen", so die ÖGB-Bundesfrauenvorsitzende abschließend.

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