Rossmann zu Sozialbericht: Nur Grünes Steuerreformmodell 90/10 setzt richtige Schwerpunkte

SPÖ- und ÖVP-Tarife verteilungs- und konjunkturpolitisch verfehlt

Wien (OTS) - "Der heute erschienene Sozialbericht zeigt die Dringlichkeit einer Steuerstrukturreform klar auf", kommentiert Bruno Rossmann, Budgetsprecher der Grünen. "Die Vermögens- und Unternehmenseinkommen haben sich in den letzten Jahren besser entwickelt als die Arbeitseinkommen. Auch die Abgabenlast auf Arbeitseinkommen ist wesentlich höher als jene auf Vermögen und Gewinne. Dadurch wird die Schere massiv verschärft. Deswegen müssen in der kommenden Steuerreform vor allem niedrige und mittlere Einkommen spürbar entlastet werden und zur Gegenfinanzierung vermögensbezogene Steuern, insbesondere die Erbschafts- und Schenkungssteuer, hinaufgesetzt werden", fordert Bruno Rossmann.

"Mit unserem Grünen Steuermodell 90/10 setzen wir einen wichtigen Schritt für ein gerechteres Steuer- und Abgabensystem. 90 Prozent der Steuerpflichtigen sollen von der Steuerreform profitieren, auch jene 2,5 Millionen Menschen, die aufgrund ihrer niedrigen Einkommen keine Lohn- und Einkommensteuer zahlen. Im Gegenzug sollen die vermögensreichsten zehn Prozent einen fairen Beitrag leisten. Denn während die Pro-Kopf Arbeitseinkommen Netto real sinken, nimmt das Vermögen weiterhin zu", sagt Bruno Rossmann.

"Auch aus konjunkturpolitischer Sicht ist es besonders wichtig, dass in erster Linie die niedrigen und mittleren Einkommen entlastet werden. Bei hohen Einkommen wandern die Entlastungs-Euros unmittelbar in den Sparstrumpf und tragen nichts zur Konjunkturbelebung bei. Weder der von der SPÖ noch der von der ÖVP vorgestellte Tarif zur Lohn- und Einkommensteuer werden diesem Anspruch gerecht - beide Tarife begünstigen vor allem hohe Einkommen. Nur der Grüne Lohn- und Einkommensteuertarif setzt verteilungs- und konjunkturpolitisch die richtigen Schwerpunkte: Niedrige und mittlere Einkommen profitieren am stärksten", erklärt Rossmann.

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