ÖGB-Foglar ad Sozialbericht: Lohnsteuersenkung längst überfällig

Armutsbekämpfung sichert sozialen Frieden

Wien (OTS) - "Der jüngst veröffentlichte Sozialbericht zeigt ganz deutlich: In Österreich gibt es eine soziale Schieflage. Noch immer werden Löhne und Gehälter in Summe viel höher besteuert als Gewinne und Vermögen. Auf diese Entwicklung weist der ÖGB bereits seit Jahren hin. Einmal mehr zeigt sich, dass Menschen mit sehr niedrigen Einkommen ungleich stärker belastet sind. Über eine halbe Million ÖsterreicherInnen müssen fast die Hälfte ihres Haushaltseinkommens für Wohnkosten aufwenden. Durch die Studie ist einmal mehr belegt, dass AlleinerzieherInnen, MigrantInnen. Menschen mit Behinderung und jene, die niedrige Bildungsabschlüsse haben, besonders armutsgefährdet sind", schlussfolgert ÖGB-Präsident Erich Foglar.

Arbeit ist zu hoch belastet

Das verleihe der Forderung des ÖGB nach einer raschen und nachhaltigen Lohnsteuersenkung höchste Dringlichkeit.
Foglar bekräftigt erneut, dass eine Entlastung der ArbeitnehmerInnen längst überfällig wäre: "Alle Statistiken beweisen, dass Arbeit zu hoch besteuert wird. Wir wollen dass die ArbeitnehmerInnen endlich bekommen, was sie sich bereits seit Jahren schwer verdienen. Eine echte Entlastung, die spürbar mehr Geld zum Leben bringt", so Foglar. Eine Steuergutschrift (Negativsteuer) für NiedrigverdienerInnen wäre ebenso notwendig wie vermögensbezogene Steuern.

Frage der Fairness und Solidarität

"Auch wenn Österreich im EU Vergleich noch immer gut dasteht- was muss passieren, damit es hierzulande zu mehr Verteilungsgerechtigkeit kommt? Es ist eine Frage der Fairness und der Solidarität, den Kuchen so zu verteilen, dass alle satt werden können", betont der ÖGB-Präsident. Deshalb wäre für den ÖGB auch klar, dass das gesamte Volumen einer Steuerentlastung den ArbeitnehmerInnen zugute kommen müsse.

Armutsbekämpfung sichert sozialen Frieden

"55 Tage hat die Regierung noch Zeit, sich gemäß ihrer eigenen Zielsetzung auf eine Steuerreform zu einigen, die die soziale Schieflage ausgleicht. Und eines muss klar sein: Die Steuerreform kann einen wesentlichen Beitrag zu mehr Verteilungsgerechtigkeit leisten. Armutsbekämpfung ist das Fundament des sozialen Friedens. Es geht hier nicht um Almosen, sondern um einen gerechten Anteil für jene Menschen, die jeden Tag arbeiten gehen und den Großteil der Abgabenbelastung schultern."

Rückfragen & Kontakt:

ÖGB-Kommunikation
Alexa Jirez
01/53 444-39 261, 0664/614 50 75
alexa.jirez@oegb.at
www.oegb.at
www.facebook.at/oegb.at
www.twitter.com/oegb_at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0001