VP-Dworak: Bürgerversammlung Hörndlwald zeigt Ungereimtheiten bei Pro Mente Projekt auf

Projekt unter Ausnutzung von "Tricks" der Bauordnung geplant

Wien (OTS) - Bei der gestrigen Bürgerversammlung "Geplante Errichtung eines Zentrums für medizinisch-psychiatrische Rehabilitation im Hietzinger Hörndlwald" stellte sich heraus, dass alternative Standorte offenbar zu wenig geprüft wurden. Ausreden wie "Krankenhausareale sind ungeeignet" mussten für die Standortentscheidung herhalten, obwohl unmittelbar neben dem Hörndlwald das bereits geschlossene Geriatriezentrum am Wienerwald GZW ist oder in der Nähe das Gesundheitsareal Rosenhügel liegt.

Architekt DI Udo Schuster gestand gar, dass das Projekt von Pro Mente, das angeblich mit der gültigen Flächenwidmung in Einklang zu bringen ist, unter "exzessiver Ausnutzung der Bauordnung" auf vier Ebenen bei einer Widmung von 6,5 m Höhe teilweise in das Grundstück eingegraben wird.

Bei der Bürgerversammlung wurden Befürchtungen über Nutzungskonflikte wie Einschränkung beim frei benutzbaren Sportplatz oder die Vertreibung von seltenen Tierarten wie dem Schwarzspecht geäußert, die sich in der Diskussion bestätigt haben.

Seitens Pro Mente wurde zwar von Gesprächsbereitschaft und möglichster Transparenz beim Bauprojekt gesprochen, aber die Vorgangsweise lässt anderes befürchten: da als Anrainerin nur die Stadt Wien vorhanden ist, werden wirkliche Anrainerinnen und Anrainer des Hörndlwalds von vornherein bei diesem Bauprojekt ausgeschlossen. Durch diese "Tricks" wird Intransparenz befürchtet.

Der befristet abgeschlossene Bestandsvertrag der Stadt Wien mit der Psychiatrischen Reha-Sonnenpark Wien Errichtungs GmbH für die Zeit vom 1.1.2015 bis 31.12.2016 kann von beiden Vertragspartnern innerhalb eines Monats unter Einhaltung einer dreimonatigen Kündigungsfrist gekündigt werden. In der Diskussion war keine Bereitschaft für eine Standortänderung erkennbar.

Besonders beschämend ist es, dass die eingeladenen zuständigen Stadträtinnen und Stadträte der Versammlung fernblieben und sich damit nicht der Diskussion stellten.

GR Bernhard Dworak, Bezirksparteiobmann der ÖVP Hietzing: "Das Bauprojekt zerstört unwiderruflich das Naturschutzareal Hörndlwald. Offensichtlich versucht man mit "Tricks" auch die Anrainerrechte bei diesem Bauprojekt auszuhebeln. Diese Vorgangsweise von Pro Mente kann in keiner Weise akzeptiert werden. Die ÖVP verlangt die Offenlegung der Entscheidung für den Standort Hörndlwald und die Bewertung der alternativen Standorte. Der Hörndlwald ist unter diesen Rahmenbedingungen kein geeigneter Standort. Pro Mente sollte sich nochmals diese Standortentscheidung überlegen und innerhalb kurzer Zeit den Vertrag kündigen", so abschließend GR Dworak.

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